AMD veröffentlichte am 20. Oktober 2016 die Ergebnisse für das dritte Quartal. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 1,307 Milliarden US-Dollar. Das Plus kam vor allem aus Semi-Custom-SoCs, Grafikprozessoren und mobilen APUs.
Unter dem Strich stand trotzdem ein Nettoverlust von 406 Millionen US-Dollar. AMD verbuchte einen Aufwand von 340 Millionen US-Dollar aus der sechsten Änderung des Wafer Supply Agreement mit GlobalFoundries. Die Bruttomarge fiel dadurch auf 5 Prozent. Bereinigt um den Aufwand lag sie bei 31 Prozent.
Polaris-GPUs und Semi-Custom-SoCs treiben das Geschäft
Der Geschäftsbereich Computing and Graphics erzielte 472 Millionen US-Dollar Umsatz, 9 Prozent mehr als im Vorquartal und 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. AMD führte den Zuwachs hauptsächlich auf höhere GPU-Verkäufe zurück. Der durchschnittliche Verkaufspreis der GPUs stieg ebenfalls, während die Preise für Desktop- und mobile Prozessoren nachgaben.
Im Segment Enterprise, Embedded and Semi-Custom erreichte AMD 835 Millionen US-Dollar Umsatz. Das entspricht einem Plus von 41 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal und 31 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ausschlaggebend waren laut AMD höhere Verkäufe von Semi-Custom-SoCs. Die Entwicklung knüpft an den früheren Bericht zu AMD und seinen Konsolen-Chips an.
Sonderaufwand drückt den Ausblick
AMD verfügte zum Quartalsende über 1,258 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln. Die Gesamtverschuldung lag bei 1,632 Milliarden US-Dollar und damit 606 Millionen US-Dollar niedriger als im Vorquartal. Für das Gesamtjahr stellte das Unternehmen wegen der Nachfrage nach Semi-Custom-Lösungen und Polaris-GPUs einen höheren Umsatz als 2015 in Aussicht.
