Ubisoft: Breakpoint bekommt Ausrüstung aus der Blockchain

Ubisoft startet mit dem Taktik-Shooter Ghost Recon Breakpoint ein ungewöhnliches Experiment: Ab dem 9. Dezember 2021 können Spieler der PC-Version digitale Ausrüstung erhalten, die auf der Blockchain basiert. Betroffen sind Fahrzeuge, Waffen und Schutzhelme, die jeweils mit einer eindeutigen, digital eingravierten Nummer versehen sind. Der Name des Spielers bleibt dauerhaft mit dem jeweiligen Objekt verknüpft, selbst wenn es später weiterverkauft wird.

Technisch handelt es sich um sogenannte Non-Fungible Token, die Ubisoft intern als Digits bezeichnet. Anders als bei klassischen Kryptowährungen geht es dabei nicht um ein Zahlungsmittel, sondern um eindeutig zuordenbare virtuelle Gegenstände. Das System läuft zunächst als Beta und basiert auf der Blockchain des Kooperationspartners Tezos, die auf einem Proof-of-Stake-Verfahren aufsetzt statt auf dem deutlich energieintensiveren Proof-of-Work-Protokoll, wie es etwa Bitcoin verwendet, wie Ubisoft erläutert. Nach Angaben von Ubisoft soll eine einzelne Transaktion eines Digits nur etwa so viel Energie verbrauchen wie ein 30 Sekunden langer Videostream.

Zugang über Ubisoft Quartz

Wer an der Aktion teilnehmen möchte, muss sich mit den eigenen Ubisoft-Connect-Zugangsdaten in einer neuen App namens Ubisoft Quartz anmelden. Voraussetzung ist ein Mindestlevel von 5 in Breakpoint, das sich mit rund zwei Stunden Spielzeit erreichen lässt, sowie ein Mindestalter von 18 Jahren. Sobald in Quartz eine Krypto-Wallet eingerichtet ist, lässt sich die Ausrüstung beanspruchen und im Spiel direkt anlegen. Ubisoft betont, dass die Objekte rein kosmetisch bleiben und keine spielerischen Vorteile bringen sollen. Wer keine Verwendung mehr für ein Digit hat, kann es verkaufen, auch über unabhängige Marktplätze abseits von Ubisofts eigenen Angeboten.

Für die ersten Wochen plant der Publisher drei feste Ausgabetermine für neue Digits, jeweils am 9., 12. und 15. Dezember 2021. Laut Angaben gegenüber Golem.de denkt Ubisoft langfristig auch über weitere Funktionen nach, etwa individuelle Werte für die Objekte oder eine Nutzung in anderen Spielen mit passender Schnittstelle. Auch Crafting-Systeme, bei denen Spieler eigene Ausrüstung herstellen könnten, seien grundsätzlich denkbar, für Breakpoint selbst aber aktuell nicht vorgesehen. Weitere digitale Gegenstände sollen Anfang 2022 folgen, Details dazu hat Ubisoft bislang nicht genannt.

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