Mehr als 160.000 Bürger der Europäischen Union haben binnen weniger Tage die Bürgerinitiative „Stop Killing Games“ unterzeichnet. Sie fordert, dass Hersteller ihre Spiele nach der Abschaltung von Online-Diensten in einem spielbaren Zustand belassen müssen, etwa durch einen Offline-Patch.
Auslöser der Aktion war die Abschaltung des Rennspiels The Crew durch Ubisoft im Frühjahr 2024. Das rund zehn Jahre alte Spiel benötigt eine dauerhafte Serververbindung und lässt sich seither nicht mehr starten. Der Youtuber Ross Scott initiierte daraufhin die Petition und rief seine Community in einem Video zur Unterschrift auf.
Eine Million Unterschriften als nächstes Ziel
Erreicht die Initiative bis zum 31. Juli 2025 mindestens eine Million gültige Unterschriften, muss sich die EU-Kommission offiziell mit dem Anliegen befassen. Die meiste Unterstützung kommt bislang aus Deutschland mit mehr als 35.000 Unterzeichnern, gefolgt von Frankreich, Polen, den Niederlanden und Schweden.
Kritiker der Initiative geben zu bedenken, dass bei tiefgreifenden technischen Änderungen an Betriebssystemen oder Schnittstellen auch größere Anpassungen an einem Spiel nötig werden könnten, die kleinere Studios kaum leisten können. Auf der Kampagnenseite stopkillinggames.com haben Scott und sein Team zusätzlich eine Anleitung veröffentlicht, wie das EU-Formular korrekt ausgefüllt wird.
