Die Belegschaft von Ubisoft Barcelona hat im Zusammenhang mit einem geplanten Abbau von 51 Stellen teilweise gestreikt. Im offiziellen Aufruf des Betriebsrats und der Gewerkschaften sind für den Zeitraum vom 30. Juni bis zum 16. Juli 2026 jeweils am Dienstag- und Donnerstagnachmittag Arbeitsniederlegungen angekündigt.
Forderungen der Beschäftigten
Der Aufruf fordert ein verbindlich ausgehandeltes neues Mandat für das Studio, das die Beschäftigung der 51 betroffenen Mitarbeiter sichern soll. Zusätzlich verlangen die Beschäftigten einen Schutz vor weiteren kollektiven Kündigungsverfahren für mindestens fünf Jahre, die Umsetzung bereits zugesagter Beförderungen sowie eine Rückkehr zu einem Modell mit 60 Prozent Homeoffice pro Monat.
Weitere Forderungen betreffen die Überarbeitung des Gehaltsverbesserungsplans und der Sozialleistungen. Der Streikaufruf liegt in spanischer, englischer und katalanischer Fassung vor und wurde vom Betriebsrat im Juni veröffentlicht.
Barcelona soll sich auf Rainbow Six konzentrieren
Ubisoft hatte zuvor angekündigt, das Studio in Barcelona im Zuge der Umstrukturierung stärker auf die Rainbow-Six-Reihe auszurichten. Die geplante Reduzierung betrifft laut Gewerkschaft 51 Arbeitsplätze. Das Ausmaß des Verfahrens entspricht damit einem erheblichen Teil der Belegschaft am Standort.
Die Arbeitsniederlegungen fallen in eine Phase, in der Ubisoft bereits an mehreren Standorten Stellen abbaut. Über einen früheren konzernweiten Arbeitskampf berichtete der Beitrag zu den Streiks gegen die Ubisoft-Umstrukturierung.
