Bei Ubisoft hat ein dreitägiger internationaler Streik stattgefunden, mit dem sich Beschäftigte gegen die im Januar angekündigte Umstrukturierung des Konzerns wenden. Nach Angaben der Gewerkschaft Solidaires Informatique beteiligten sich am ersten Tag mindestens 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an dem Ausstand.
Der Streik lief vom 10. bis zum 12. Februar 2026 und konzentrierte sich überwiegend auf Frankreich, ergänzt um Aktivitäten am Standort Ubisoft Mailand. Gewerkschaftsvertreter Marc Rutschlé von Ubisoft Paris bestätigte die Teilnehmerzahlen gegenüber GamesIndustry.biz. Die Beteiligung richtet sich gegen die am 21. Januar verkündete Neuordnung der Studios, die Teams stärker in sogenannten Creative Houses bündeln soll.
Ubisoft reagierte am 12. Februar auf den Ausstand und teilte mit, 538 Beschäftigte hätten sich selbst als streikend gemeldet. Die Konzernleitung erklärte, die Umstrukturierung solle die Eigenständigkeit und Kreativität der Teams langfristig stärken. Zugleich räumte das Unternehmen ein, dass die Änderungen an der Arbeitsorganisation starke Emotionen auslösten, und verwies auf Informationsrunden für die Belegschaft.
Der Ausstand reiht sich in eine Phase erheblicher Spannungen ein. Bereits zuvor hatte Ubisoft mehrere Standorte zusammengelegt und Stellen gestrichen, darunter die Schließung der Studios in Belgrad und Winnipeg mit rund 380 betroffenen Stellen. Wie sich der Konflikt zwischen Konzernleitung und Personalvertretung weiterentwickelt, bleibt offen.
