Ubisoft hat für das Geschäftsjahr 2025/26 tiefrote Zahlen vorgelegt. Der Jahresumsatz lag bei rund 1,5 Milliarden Euro und damit deutlich unter der ursprünglich angepeilten Marke von etwa zwei Milliarden Euro. Unter dem Strich steht ein operativer Verlust von rund 1,3 Milliarden Euro.
An der Börse reagierten Anleger deutlich: Die Aktie verlor am folgenden Handelstag mehr als 15 Prozent, der Börsenwert fiel auf etwa 650 Millionen Euro. Innerhalb eines Jahres hat sich der Marktwert des Konzerns damit mehr als halbiert. Bereits im Januar 2026 hatte Ubisoft eine Gewinnwarnung ausgegeben und Projektstopps, Studio-Schließungen sowie Sparmaßnahmen angekündigt.
Rückkehr zur Profitabilität verschoben
Konzernchef Yves Guillemot sprach von einer kurzfristig enttäuschenden finanziellen Performance, sieht das Unternehmen mittelfristig aber besser aufgestellt. Eine Rückkehr in die Gewinnzone erwartet Ubisoft nun für 2027/28 statt wie zuvor für 2026/27. Neue Großtitel der Reihen Assassin’s Creed, Far Cry und Ghost Recon sind erst zwischen 2027 und 2029 vorgesehen.
Zur Stabilisierung trägt eine Beteiligung von Tencent über eine Milliarde Euro bei. Zum Stichtag im März 2026 beschäftigte Ubisoft weltweit 16.590 Menschen, davon rund 900 in Deutschland. Zum Vergleich: Im Halbjahr zuvor hatte der Konzern noch deutlich steigende Net Bookings gemeldet. Die vollständigen Geschäftszahlen sind unter dem Quelllink abrufbar.
