Sony Interactive Entertainment hat am 8. Januar 2019 mitgeteilt, dass die kumulierten weltweiten Verkäufe der PlayStation 4 zum 31. Dezember 2018 die Marke von 91,6 Millionen Einheiten überschritten haben. Parallel meldet das Unternehmen kumuliert 876 Millionen verkaufte Software-Einheiten. Im Zeitraum vom 19. November bis zum 31. Dezember 2018, den Sony als Weihnachtssaison ausweist, wechselten 50,7 Millionen Software-Einheiten den Besitzer. John Kodera, President und CEO von Sony Interactive Entertainment, verweist in der Mitteilung auf die anhaltende Unterstützung der Spielerbasis als Treiber dieser Zahlen.
Die Konsole war im November 2013 erschienen. Mit gut fünf Jahren am Markt befindet sich die Plattform damit in der späten Phase ihres Lebenszyklus. Der Hardware-Absatz flacht hier typischerweise ab, und die installierte Basis trägt das Software- und Servicegeschäft. Die Relation aus 876 Millionen Software-Einheiten zu 91,6 Millionen Konsolen ergibt eine Attach-Rate von rund 9,6 Titeln je Gerät über die gesamte Laufzeit.
Die genannten 91,6 Millionen Einheiten bilden keine reine Hardware-Bilanz ab, sondern den adressierbaren Markt für Software, Abodienste und digitale Zusatzkäufe. Die 50,7 Millionen Software-Einheiten der Weihnachtssaison umfassen ausdrücklich physische wie digitale Verkäufe über das PlayStation Network sowie als Beigabe gebündelte Titel. Der wachsende digitale Anteil ist für die Plattform-Ökonomie entscheidend, weil digitale Distribution höhere Margen erlaubt und den Handel als Zwischenstufe zurückdrängt. Spannender als die absolute Stückzahl ist damit die Verschiebung des Geschäftsmodells: weg vom einmaligen Hardware-Absatz, hin zu wiederkehrenden Umsätzen aus einer breiten Nutzerbasis.
Was die Zahlen für die Xbox-Seite bedeuten
Microsoft nennt für die Xbox-Plattform seit Längerem keine kumulierten Konsolen-Stückzahlen mehr und stellt Engagement-Kennzahlen wie monatlich aktive Nutzer sowie das Wachstum von Xbox Game Pass nach vorn. Diese Zurückhaltung hielt sich lange durch; erst spät wurde bekannt, dass die aktuelle Konsolengeneration unter 30 Millionen Einheiten liegt. Die von Sony offengelegten PS4-Zahlen sind deshalb ein seltener, belastbarer Anhaltspunkt für die Größenordnung des Wettbewerbs in derselben Generation. Das Xbox Game Pass-Modell setzt auf Reichweite über einen Dienst, nicht nur auf den Absatz einzelner Konsolen. Die hohe installierte Basis der PlayStation 4 setzt den Maßstab für Reichweite, Software-Attach und digitale Monetarisierung. Genau daran misst sich Microsofts Strategie aus Abodienst und plattformübergreifenden Angeboten, deren tragende Rolle für das Xbox-Geschäft inzwischen auch interne Auswertungen belegen.