CES 2025: AMD stellt Ryzen AI Max (Strix Halo) für Premium-Thin-and-Light-Notebooks vor

AMD hat am 6. Januar 2025 auf der CES 2025 sein KI-PC-Portfolio erweitert und mit der Ryzen-AI-Max-Serie (Entwicklungsname Strix Halo) eine Prozessorklasse für dünne und leichte Premium-Notebooks vorgestellt. Die Serie kombiniert bis zu 16 Zen-5-Kerne mit einer ungewöhnlich großen integrierten Radeon-Grafik und einer NPU der XDNA-2-Generation. Die Markteinführung terminierte AMD auf das erste Quartal 2025.

Das Spitzenmodell Ryzen AI Max+ 395 bietet 16 Kerne und 32 Threads mit einem Boost-Takt von bis zu 5,1 GHz. Dazu kommen 40 Radeon-GPU-Recheneinheiten auf Basis der RDNA-3.5-Architektur sowie eine NPU mit bis zu 50 TOPS. Darunter positioniert AMD den Ryzen AI Max 390 mit 12 Kernen und 24 Threads sowie 32 GPU-Recheneinheiten und den Ryzen AI Max 385 mit 8 Kernen und 16 Threads. Parallel zur Consumer-Linie kündigte AMD die kommerzielle Ryzen-AI-Max-PRO-Serie an, die bis hinunter zum Ryzen AI Max PRO 380 mit 6 Kernen, 12 Threads und 16 GPU-Recheneinheiten reicht. Alle Varianten tragen die NPU mit 50 TOPS.

Große iGPU und unified Memory für iGPU-Gaming und lokale KI

Charakteristisch für Strix Halo ist die breite Speicheranbindung. AMD spezifiziert bis zu 128 GB unified Memory, von denen sich bis zu 96 GB der Grafik zuweisen lassen. Damit adressiert AMD zwei Szenarien in Geräten ohne dedizierte GPU. Zum einen iGPU-Gaming auf einem Niveau, das bislang separaten Grafikeinheiten vorbehalten war. Zum anderen lokale KI-Workloads, bei denen der große zuteilbare Grafikspeicher Modelle aufnehmen kann, die sonst nicht in den Speicher passen. Die Kombination aus CPU, RDNA-3.5-iGPU und XDNA-2-NPU bildet die drei Recheneinheiten für KI-Inferenz im Gerät. Notebook-Hersteller greifen die Plattform mittlerweile breit auf, wie etwa die jüngsten Produktankündigungen von MSI zeigen.

AMD richtet die Serie auf Premium-Thin-and-Light-Notebooks, mobile Workstations sowie auf Kreativ- und Spieleanwendungen aus. Jack Huynh, Senior Vice President bei AMD, formulierte den Anspruch so: „With the next generation of AI-enabled processors, we are proliferating AI to devices everywhere, and bringing the power of a workstation to thin and light laptops.“ Für die Gameentwicklung und für KI-Anwendungen zählt vor allem, dass ein einziger SoC eine Plattform für iGPU-Grafik und Inferenz in kompakten Geräten bereitstellt. Wie konsequent die Branche dieses Thema verfolgt, war später auch auf der CES 2026 mit zahlreichen KI-PCs zu sehen.

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