AMD hat auf der gamescom 2023 am 25. August 2023 die Radeon RX 7800 XT und die Radeon RX 7700 XT vorgestellt. Beide Grafikkarten basieren auf der RDNA-3-Architektur und adressieren das mittlere Preissegment für 1440p-Gaming. Die RX 7800 XT kostet 499 US-Dollar und ist mit 16 GB GDDR6 ausgestattet, die RX 7700 XT liegt bei 449 US-Dollar mit 12 GB GDDR6. Der Verkaufsstart beider Modelle erfolgt am 6. September 2023.
Technische Eckdaten der beiden RDNA-3-Karten
Die Radeon RX 7800 XT verfügt über 60 Compute Units mit 3.840 Stream-Prozessoren, 16 GB GDDR6-Speicher und eine typische Boardleistung von 263 Watt. Die kleinere Radeon RX 7700 XT bietet 54 Compute Units mit 3.456 Stream-Prozessoren, 12 GB GDDR6 und eine typische Boardleistung von 245 Watt. Positioniert sind beide Modelle zwischen der Radeon RX 7600 und der Radeon RX 7900 XT und füllen damit das Mainstream-Segment, das AMD auf die 1440p-Auflösung ausrichtet. Beide Karten setzen auf die RDNA-3-Architektur mit Chiplet-Aufbau und sind ab dem 6. September 2023 im Handel verfügbar. Wer den Preis solcher Karten in den Kontext einer Konsole setzen will, findet in unserem Preisvergleich zur Xbox Series X eine passende Gegenüberstellung.
FSR 3 mit Frame-Generation und Relevanz für Entwickler
Parallel zur Hardware kündigte AMD FidelityFX Super Resolution 3 an. Kern der Technik ist die Frame-Generation namens Fluid Motion Frames, die zusätzliche Zwischenbilder erzeugt und so die Bildrate erhöht. AMD positioniert FSR 3 als offenen Ansatz, der laut Hersteller auch auf Grafikkarten von Nvidia und Intel läuft und nicht auf die eigene RX-7000-Serie beschränkt ist. Ergänzend stellte AMD einen Native-AA-Modus vor, der die Bildinterpolation ohne vorheriges Upscaling nutzt, sowie HYPR-RX als kombinierte Voreinstellung aus Radeon Boost, Anti-Lag+ und Super Resolution. Eine treiberseitige Unterstützung von Fluid Motion Frames für DirectX-11- und DirectX-12-Titel kündigte AMD für einige Monate nach dem Start an.
Für die Spieleentwicklung ist der quelloffene Ansatz von FSR 3 von Interesse, da Frame-Generation damit herstellerübergreifend verfügbar wird. Anders als proprietäre Verfahren bindet die Technik nicht an einen einzelnen Hardware-Hersteller, was die Integration in plattformnahe Pipelines erleichtert. Vergleichbare Upscaling- und Rendering-Themen begleiten auch andere Hersteller, etwa die auf der GDC 2025 gezeigten Neural-Rendering- und RTX-Updates von NVIDIA. Die RDNA-3-Architektur bildet zugleich die technische Grundlage der aktuellen Xbox-Konsolengeneration, sodass diese Verfahren aus der PC-Sparte konzeptionell anschlussfähig an Xbox-nahe Entwicklungsumgebungen sind.
