Im Umfeld der gamescom 2025 haben ASUS und Microsoft den Verkaufsstart der ersten Xbox-gebrandeten Handhelds festgelegt. Wie Xbox am 20. August 2025 mitteilte, kommen das ROG Xbox Ally und das ROG Xbox Ally X am 16. Oktober 2025 in ausgewählten Regionen in den Handel. Angaben zu Preisen und Vorbestellungen blieben zunächst offen und folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Beide Geräte basieren auf Windows 11 und bilden den Auftakt einer Produktreihe, die die Xbox-Plattform auf x86-Handhelds trägt. Mit dem später vorgestellten ROG Xbox Ally X20 hat ASUS die Linie inzwischen fortgeführt.
Zwei Leistungsklassen unter einem Dach
Die beiden Modelle decken unterschiedliche Leistungsbereiche ab. Das Einstiegsgerät ROG Xbox Ally setzt auf den AMD Ryzen Z2 A, der laut Hersteller auf ein ausgewogenes Verhältnis aus Rechenleistung und Stromaufnahme ausgelegt ist. Es verfügt über 16 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher, eine 512-GB-SSD im M.2-Format und einen 60-Wh-Akku. Das ROG Xbox Ally X ist mit dem AMD Ryzen AI Z2 Extreme bestückt, einer Zen-5-APU mit acht Kernen, sechzehn Threads, sechzehn RDNA-3.5-Grafikeinheiten und integrierter NPU. Hinzu kommen 24 GB LPDDR5X-Speicher mit 8000 MT/s, eine 1-TB-SSD und ein 80-Wh-Akku. Beide Handhelds nutzen ein 7-Zoll-IPS-Display mit 1080p, 120 Hz und variabler Bildwiederholrate. Die NPU des Ally X soll KI-gestützte Funktionen wie Automatic Super Resolution ermöglichen, die für Anfang 2026 angekündigt ist.
Vollbild-Xbox-Oberfläche auf Windows-Handhelds
Für Entwickler ist weniger die Hardware als die Software-Schicht relevant. Die Geräte starten in eine dedizierte, vollbildfüllende Xbox-Oberfläche, die auf Windows 11 aufsetzt und sich an der Konsolenbedienung orientiert. Microsoft beschreibt das Konzept als eine auf das Spielen zugeschnittene Umgebung, die Hintergrundprozesse reduziert, nicht erforderliche Aufgaben zurückstellt und so mehr Systemressourcen für das Spiel freigibt. Eine erweiterte Game-Bar-Overlay-Ebene ist über eine eigene Xbox-Taste erreichbar und bündelt Bibliothekszugriff, Spielstart und Kommunikation mit Freunden. Da die Plattform weiterhin auf Windows beruht, bleiben verschiedene Storefronts und Launcher nutzbar, während die Oberfläche die Bedienung vereinheitlicht. Für Studios bedeutet das: Titel laufen ohne separate Portierung in einer konsolennahen Umgebung auf x86-Mobilgeräten, wodurch die Optimierung auf Leistungsaufnahme und Eingabeschema stärker ins Zentrum rückt. ASUS hatte seine Handheld-Ambitionen bereits zuvor in ein breiteres ROG-Produktportfolio eingebettet.
