E3 2016: Xbox Play Anywhere verbindet Xbox One und Windows 10 mit gemeinsamem Spielstand

Auf dem Xbox-E3-2016-Briefing in Los Angeles hat Microsoft am 13. Juni 2016 das Programm Xbox Play Anywhere vorgestellt. Wer ein Spiel digital kauft, kann es ohne Aufpreis auf der Xbox One und am Windows-10-PC spielen. Spielfortschritt, Spielstände und Erfolge wandern dabei zwischen beiden Plattformen mit, sodass eine auf der Konsole begonnene Partie am PC weitergeht.

Ein Kauf, zwei Plattformen

Im Mittelpunkt steht ein einziger digitaler Kauf, der gleich zwei Geräteklassen abdeckt. Wer einen teilnehmenden Titel im Microsoft Store oder im Xbox Store erwirbt, bekommt die Versionen für Xbox One und Windows 10 automatisch dazu. Bedingung ist der Kauf über die Microsoft-Stores. Disc-Versionen auf Datenträgern bleiben außen vor. Spielstände, Erfolge und Freundeslisten laufen über das Konto bei Xbox Live, das Konsole und PC miteinander verbindet.

Technisch braucht es das Anniversary Update für Windows 10, das für den 2. August 2016 angekündigt wurde, und das zeitgleiche Sommer-Update für die Xbox One. Ohne diese Aktualisierungen funktionieren die plattformübergreifenden Funktionen nicht. Microsoft führt mit Xbox Play Anywhere Konsole und PC unter dem gemeinsamen Dach von Windows 10 und Xbox Live zusammen.

Erste Titel und Zeitplan

Laut Microsoft soll jeder neue Titel der hauseigenen Microsoft Studios, der auf dem Xbox-E3-2016-Briefing gezeigt wurde, Xbox Play Anywhere unterstützen, weitere folgen danach. Genannt wurden Gears of War 4 mit Start am 11. Oktober 2016, Forza Horizon 3 am 27. September 2016 und ReCore am 13. September 2016. Dazu kamen die für 2017 angekündigten Halo Wars 2 mit Termin am 21. Februar 2017 sowie State of Decay 2 und Scalebound.

Für Entwickler und Publisher heisst das: Eine digitale Lizenz bedient zwei Vertriebswege. Dass alles an digitale Stores und an die Updates von Windows 10 und Xbox One gebunden ist, zeigt aber auch, wie eng Microsoft die plattformübergreifende Verzahnung an die eigene Software hängt. Den Anfang machen die Eigenproduktionen der Microsoft Studios, weitere Titel sollen folgen.

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