Microsoft hat die Übernahme des schwedischen Entwicklerstudios Mojang und der Marke Minecraft am 6. November 2014 vollzogen. Der Konzern bestätigte den Abschluss der Transaktion über 2,5 Milliarden US-Dollar, die im September 2014 angekündigt worden war. Die Übernahme war im September 2014 bereits angekündigt worden. Mit dem Abschluss wechselte das Stockholmer Studio samt der zugehörigen Rechte am Aufbauspiel in den Verbund der Microsoft Studios.
Zum Vollzug ordnete Xbox-Chef Phil Spencer Mojang öffentlich der Studio-Organisation des Konzerns zu und verwies auf die weitere Entwicklung gemeinsam mit der Minecraft-Community. Die Gründer um Markus Persson verlassen das Unternehmen im Zuge des Verkaufs, so wie es bereits bei der Ankündigung kommuniziert worden war. Der Betrieb von Minecraft und die Pflege der Versionen laufen nach Konzernangaben unter der neuen Eigentümerstruktur weiter.
Einer der größten Spiele-Zukäufe in der Microsoft-Geschichte
Die Übernahme zählt zu den größten Zukäufen, die Microsoft bis dahin im Spielebereich getätigt hat. Mit Minecraft sichert sich der Konzern eine Marke, die über mehrere Plattformen hinweg eine enorme Reichweite besitzt. Schon zum Abschluss erklärte Microsoft, dass Minecraft auch auf Plattformen außerhalb des eigenen Ökosystems verfügbar bleiben soll, darunter Konsolen anderer Hersteller sowie mobile Systeme. Eine Beschränkung des Spiels auf Xbox-Hardware war damit ausdrücklich nicht vorgesehen.
Den formalen Abschluss dokumentierte ein Form 8-K bei der US-Börsenaufsicht SEC, das die Pressemitteilung zur abgeschlossenen Übernahme als Anhang enthält. Für die Strategie von Microsoft bedeutet der Schritt eine Ausweitung des eigenen First-Party-Portfolios um eine etablierte Spielemarke mit großer aktiver Spielerbasis. Die Integration in die Microsoft Studios legte den Grundstein für die spätere Weiterentwicklung der Marke innerhalb des Konzerns.
