Microsoft hat die aktuelle Version des Cloud-Gaming-Geräts mit dem Codenamen Keystone Ende Oktober 2022 gestoppt. Xbox-Chef Phil Spencer bestätigte den Schritt in einem Interview mit The Verge. Als Grund nannte er die zu hohen Produktionskosten der geplanten Hardware.
Keystone sollte als kleines HDMI-Gerät Xbox Cloud Gaming direkt auf Fernseher bringen. Eine Konsole oder ein PC wären für das Streaming nicht erforderlich gewesen. Spencer erklärte, dass der Prototyp technisch funktionierte, die vorgesehene Hardware aber nicht zu einem wirtschaftlich tragfähigen Verkaufspreis gefertigt werden konnte.
Preisabstand zur Xbox Series S war zu gering
Microsoft hatte für das Gerät einen Preisbereich von ungefähr 99 bis 129 US-Dollar inklusive Controller im Blick. Damit hätte Keystone deutlich günstiger als eine Xbox Series S sein müssen. Die Kosten des Prototyps lagen jedoch zu hoch, sodass Microsoft die aktuelle Hardwareversion nicht weiterverfolgte.
Spencer schloss eine Streaming-Hardware für die Zukunft nicht aus. Microsoft konzentrierte sich zunächst auf Apps für Smart-TVs und weitere Geräte. Der frühere Start von Project xCloud zeigt, dass Microsoft Cloud-Gaming bereits vor Keystone als eigenständigen Dienst aufbaute.
