Electronic Arts: Entwickler fürchten nach Übernahme weitere Entlassungswellen

Beschäftigte von Electronic Arts rechnen nach der abgeschlossenen Übernahme mit weiterem Stellenabbau. In einem Bericht von Game Developer beschreiben mehrere anonym bleibende Mitarbeiter eine Arbeitsatmosphäre, in der Entlassungen jederzeit möglich erscheinen. Die Aussagen beziehen sich auf die neue Eigentümerstruktur unter Führung des saudischen Public Investment Fund sowie Silver Lake und Affinity Partners.

Die Sorge richtet sich nicht nur auf große Kündigungsrunden. Beschäftigte rechnen auch mit kleineren, zeitlich versetzten Abbauwellen, die weniger Aufmerksamkeit erzeugen und in den USA möglicherweise andere Meldepflichten auslösen. Für die Entwickler ist dabei unklar, welche Teams, Projekte oder Standorte unter einem stärkeren Kostendruck zuerst betroffen wären.

55 Milliarden Dollar Kaufpreis und neue Schulden

Die Übernahme für rund 55 Milliarden US-Dollar ist seit Anfang August abgeschlossen. Der Abschluss der Transaktion machte Electronic Arts zu einer privaten Tochtergesellschaft des Investorenkonsortiums. Für die Finanzierung wurden laut der Berichterstattung erhebliche Schulden aufgenommen, darunter rund 18 Milliarden US-Dollar, die der Konzern zurückzahlen muss.

Game Developer verweist außerdem auf das angekündigte Ziel, jährlich etwa 700 Millionen US-Dollar einzusparen. Ein Teil davon soll aus organisatorischen Effizienzmaßnahmen kommen. Beschäftigte befürchten, dass darunter auch Teams und Spiele fallen könnten, die wirtschaftlich hinter den Erwartungen zurückbleiben oder nicht in die Prioritäten der neuen Eigentümer passen.

Battlefield-Entlassungen bereits vor dem Abschluss

Entlassungen hatte EA bereits vor dem Vollzug der Übernahme bei mehreren Studios vorgenommen, die an Battlefield 6 beteiligt waren. Aus Sicht der Beschäftigten zeigt das, dass auch erfolgreiche Veröffentlichungen keine dauerhafte Sicherheit bieten. EA hat sich zu den aktuellen Sorgen über weitere Entlassungen und zur möglichen Auflösung von Teams bislang nicht öffentlich geäußert.

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