Xbox One: DLNA-Server unter Linux mit MiniDLNA einrichten

Die Xbox-One-App Media Player kann Medien von DLNA-Servern im lokalen Netzwerk wiedergeben. Microsoft dokumentierte die Funktion bereits im Xbox-Wire-Rückblick auf das erste Xbox-One-Jahr. Unter Linux lässt sich dafür beispielsweise MiniDLNA einsetzen.

MiniDLNA unter Linux installieren

MiniDLNA ist in vielen Linux-Distributionen unter dem Paketnamen minidlna verfügbar. Nach der Installation werden getrennte Verzeichnisse für Musik, Videos und Bilder angelegt. Die Anwendung stellt diese Ordner anschließend als Medienbibliothek im lokalen Netzwerk bereit. Die offizielle MiniDLNA-Projektseite enthält Quellcode, Dokumentation und Hinweise zu den unterstützten Plattformen.

Konfiguration der Medienordner

Die zentrale Konfigurationsdatei liegt üblicherweise unter /etc/minidlna.conf. Dort werden die Medienpfade mit den Kennungen für Audio, Video und Bilder eingetragen. Ein eigener Servername erleichtert die Auswahl auf der Konsole. Nach Änderungen muss der Dienst neu gestartet und die Bibliothek neu eingelesen werden. Für große Sammlungen kann der Scan abhängig von Dateianzahl und Speichermedium einige Zeit dauern.

Die Dateien sollten in einem für den Dienst lesbaren Verzeichnis liegen. Unter Linux müssen deshalb sowohl die Zugriffsrechte des Ordners als auch die Berechtigungen der übergeordneten Verzeichnisse geprüft werden. Ein lokales Netzwerk ohne blockierende Firewall-Regel ist Voraussetzung für die automatische Erkennung.

DLNA-Server auf der Xbox One öffnen

Auf der Xbox One wird die Media-Player-App gestartet. Erkennt die Konsole den Linux-Rechner im selben Netzwerk, erscheint der MiniDLNA-Server als auswählbare Quelle. Die Medienbibliothek wird anschließend nach den bereitgestellten Dateitypen sortiert angezeigt. Unterstützte Formate hängen von der Xbox-One-App und dem jeweiligen Codec ab.

Wenn der Server nicht auftaucht, helfen ein Neustart des Dienstes, ein erneuter Bibliotheksscan und die Prüfung von Router- oder Firewall-Einstellungen. Die Xbox und der Linux-Rechner müssen sich im selben lokalen Netz befinden. Für eine stabile Wiedergabe empfiehlt sich bei hochauflösenden Videos eine kabelgebundene Verbindung oder ein leistungsfähiges WLAN.

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