Der eSport-Bund Deutschland forderte im Februar 2020, E-Sport von Beginn an in eine mögliche Olympia-Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region für 2032 einzubeziehen. Das berichtet eine dpa-Meldung vom 14. Februar, deren Fassung bei Nau.ch abrufbar ist.
Verbandspräsident Hans Jagnow begründete die Forderung mit der künftigen Bedeutung digitaler Wettbewerbe. Er wollte E-Sport als Teil des Bewerbungskonzepts berücksichtigen, nicht erst nachträglich ergänzen. Nordrhein-Westfalen hatte sich bereits für eine Aufnahme ins olympische Programm ausgesprochen.
Verbandsforderung ist keine olympische Zulassung
Die Meldung dokumentiert eine politische Forderung, keine Vergabe der Spiele und keine Zulassung einer konkreten E-Sport-Disziplin. Der DOSB lehnte damals die Anerkennung von E-Sport als Sport ab.
Auch auf internationaler Ebene war die Auswahl geeigneter Spiele umstritten. IOC-Präsident Thomas Bach hatte 2018 Spiele, die Gewalt oder Diskriminierung fördern, als unvereinbar mit den olympischen Werten bezeichnet. Die Forderung des ESBD bedeutete daher noch keine Zustimmung des IOC.
Archivhinweis: Der Beitrag beschreibt die Debatte vom Februar 2020 und ist keine aktuelle Ankündigung einer deutschen Olympia-Kandidatur. Das historische ESBD-Verbandsmotiv dient als Symbolbild.

