AMD hat auf der Computex 2025 die Radeon AI PRO R9700 für Workstations und lokale KI-Verarbeitung vorgestellt. Die Grafikkarte nutzt RDNA 4, bietet 32 GB Grafikspeicher und unterstützt PCIe 5.0. AMD nennt lokale Inferenz, Modellanpassungen und anspruchsvolle Kreativprojekte als Einsatzgebiete. Die Ankündigung erschien am 20. Mai 2025 nach US-Ostküstenzeit.
Die technischen Eckdaten umfassen 64 Compute Units, ein 256 Bit breites Speicherinterface und 64 MB Infinity Cache. Der angegebene Game Clock beträgt 2,35 GHz, der maximale Boost bis zu 2,92 GHz. AMD beziffert die typische Leistungsaufnahme der gesamten Karte mit 300 Watt.
ROCm unter Linux, Windows-Unterstützung angekündigt
Zum Zeitpunkt der Vorstellung nennt AMD Unterstützung für den ROCm-Softwarestack unter Linux. ROCm für Windows wird als kommende Erweiterung beschrieben. Mehrere Karten sollen sich in Workstations kombinieren lassen, um Rechenleistung und Speicherkapazität für größere Modelle oder parallele Aufgaben auszubauen. Für Spiele- und 3D-Teams ist damit vor allem der Einsatz in Produktionsrechnern interessant.
Die Verfügbarkeit über Boardpartner war ab Juli 2025 geplant. Einen Preis nennt die ursprüngliche Mitteilung nicht. Gemeinsam mit der R9700 präsentierte AMD auch die Ryzen-Threadripper-9000-Prozessoren für Workstations und High-End-Desktops. Deren Vorstellung behandelt die CPU-Seite der neuen Arbeitsrechner, während die R9700 lokale KI- und Grafikaufgaben adressiert.

