BioWare: Greg Zeschuk kritisiert Entscheidungen nach der EA-Übernahme

BioWare-Mitgründer Greg Zeschuk hat die Schließung des Studios und die Rolle der Unternehmensführung in einem Interview mit Brian Crecente für 80 Level kritisiert. Besonders schmerzlich sei der Verlust für Edmonton: BioWare habe gezeigt, dass dort ein international erfolgreiches Entwicklerstudio entstehen könne.

Den Verkauf an Electronic Arts im Jahr 2007 bezeichnet Zeschuk dennoch nicht grundsätzlich als Fehler. BioWare sei damals nicht zum Verkauf gezwungen gewesen. Die Finanzierung des Star-Wars-Projekts in Austin und die Stabilität eines größeren Unternehmens hätten für den Schritt gesprochen. Auch nach seinem Ausscheiden habe das Studio unter EA weitere Spiele veröffentlichen können.

Greg Zeschuk: Erfahrene Teams lassen sich nicht beliebig ersetzen

Zeschuk beschreibt ein Studio als Ergebnis der Menschen, die dort zusammenarbeiten. Mit Personalwechseln verändere sich die Organisation schrittweise. Er weist die Vorstellung zurück, allein der Abschied der Gründer habe alles entschieden. Zugleich warnt er davor, eingespielte Fachleute durch beliebig zusammengestellte Teams und KI ersetzen zu wollen.

Die jüngste Übernahme von EA bewertet er deutlich kritischer als den ursprünglichen BioWare-Verkauf. Seine Aussagen sind die Einschätzung eines Mitgründers, keine Darstellung aktueller interner Entscheidungsabläufe aus eigener Mitarbeit. EA hatte BioWare am 21. Oktober geschlossen und die frühe Entwicklung des nächsten Mass Effect beendet.

BioWare-Logo - Bild: BioWare
BioWare-Logo – Bild: BioWare

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