Wachstumsziel um 10,3 Prozentpunkte verfehlt
Führungskräfte der Xbox-Sparte haben ihre vergütungsrelevanten Leistungsziele in fünf der vergangenen sechs Jahre verfehlt. Wie aus Microsofts offiziellem Aktionärsbericht an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, war für den am 30. Juni 2026 beendeten Zwölfmonatszeitraum ein Zuwachs bei den Umsätzen mit Xbox-Inhalten und -Diensten von 4,3 Prozent als Zielgröße für Führungskräfte definiert. Tatsächlich ging der Umsatz in diesem Segment im betreffenden Zeitraum um 6,0 Prozent zurück.
Die Analyse des Branchen-Newsletters Game File verdeutlicht, dass die Kennzahlen seit 2020 fester Bestandteil der variablen Vorstands- und Führungskräftevergütung bei Microsoft sind. Diese Vorgaben unterscheiden sich von den allgemeinen Unternehmenszielen und betreffen einen Teil der leistungsabhängigen Aktien- und Bonuszahlungen auf Konzernebene.
Wechsel der Kennzahlen von Abonnenten auf Service-Umsätze
In den ersten Jahren nach Einführung der Regelung im Jahr 2020 orientierte sich die Bemessungsgrundlage primär am Nettozuwachs der Abonnentenzahlen beim Dienst Xbox Game Pass. Im Jahr 2023 passte Microsoft die Kennzahl an und stellte auf das Gesamtwachstum der Umsätze aus Inhalten und Diensten um. In fünf der sechs seither absolvierten Geschäftsjahreszyklen blieben die tatsächlichen Kennzahlen hinter den Vorgaben des Aufsichtsrats zurück.
Die deutliche Zielverfehlung von 10,3 Prozentpunkten im jüngsten Zyklus fällt zeitlich mit umfassenden Umstrukturierungen im Gaming-Bereich von Microsoft zusammen, darunter Preisanpassungen bei Hardware und Abonnementstufen sowie Schließungen und Verkäufe einzelner Entwicklungsstudios. Microsoft kommentiert die individuellen Auswirkungen auf Vergütungsentscheidungen über die Pflichtmitteilungen der SEC hinaus nicht.

