Fitbit hat die Versa 2 auf der IFA 2019 in Berlin erstmals einem Publikum außerhalb der Vereinigten Staaten gezeigt. Die offizielle Ankündigung vom 28. August 2019 führt das Modell als erste Smartwatch des Herstellers mit vorinstalliertem Amazon Alexa; der reguläre Verkauf startet am 15. September 2019.
Alexa per Knopfdruck, Antworten nur auf dem Display
Für die Sprachsteuerung sitzt erstmals ein Mikrofon im Gehäuse. Ein langer Druck auf die einzige Taste aktiviert Alexa, die Antworten erscheinen stumm als Text auf dem Bildschirm, denn die Versa 2 besitzt keinen Lautsprecher. Mit Amazon-Konto lassen sich damit Wecker und Timer stellen, Wetter und Nachrichten abrufen sowie kompatible Smart-Home-Geräte steuern. Android-Nutzer können über die Alexa-App auch Nachrichten diktieren; iPhone-Besitzern verwehrt Apple diese Funktion. Dass ein Assistent von Amazon Einzug in fremde Geräte hält, ist aus der Konsolenwelt vertraut, seit Alexa als Steuerungsalternative für die Xbox One kam.
OLED-Display, Schlafanalyse und Bezahlen am Handgelenk
Zum Vorgänger tauscht Fitbit das LCD- gegen ein helleres OLED-Display mit optionalem Always-on-Modus und reduziert die Bedientasten von drei auf eine. Neu sind die Schlafanalyse mit Sleep Score und Smart Wake: Die App bewertet jede Nacht anhand von Herzfrequenz, Schlafstadien und Aktivitätsdaten und weckt Nutzer in einer günstigen Schlafphase. Alle Modelle unterstützen Fitbit Pay für kontaktloses Bezahlen, dazu kommt eine Spotify-App zur Steuerung von Musik und Podcasts. Das Aluminiumgehäuse hält bis 50 Meter Wasserdruck stand, der Akku soll im Alltag über fünf Tage durchhalten.
James Park, Mitgründer und damaliger CEO von Fitbit, bezeichnete die Versa 2 als voll ausgestattete Premium-Uhr zu einem erschwinglichen Preis und verweist auf die Marktführerschaft des Vorgängermodells Versa.
Preise und das Umfeld auf der Messe
Die Vorbestellphase begann am 28. August 2019. Fitbit verlangt 199,95 US-Dollar für die Standardausführung und 229,95 US-Dollar für die Special Edition mit gewebtem Armband und 90-tägigem Testzugang zum kostenpflichtigen Abo-Dienst Fitbit Premium, der mit 9,99 US-Dollar pro Monat zu Buche schlägt. Die Versa 2 ist ein Beispiel dafür, wie stark Assistenzsysteme und Bezahlfunktionen 2019 in Wearables einzogen. Auf derselben Messe präsentierte Garmin mit der Vivomove-Serie Hybrid-Uhren mit echten Zeigern und versteckten AMOLED-Touchscreens.

