Wie können Spielregeln Menschen zum Gestalten bringen? Holly Gramazio von Matheson Marcault stellte auf der Game Developers Conference 2017 zwölf Ansätze dafür vor. Der offizielle Mitschnitt von „Inviting Player Creativity Through Game Mechanics“ ist seit dem 13. Februar 2019 öffentlich auf YouTube verfügbar und dauert 30 Minuten und 59 Sekunden.
Einschränkungen und Zusammenarbeit als Werkzeuge
Der GDC-Sitzungsbeschreibung zufolge reicht das Spektrum von bewusst gesetzten Einschränkungen über die Vermittlung gemeinsamer Gestaltung bis zu Aufgaben, bei denen der kreative Vorgang zunächst im Hintergrund steht. Gramazio betrachtet Stärken und mögliche Probleme dieser Techniken. Neben digitalen Spielen bezieht der Vortrag analoge Spiele und partizipative Kunst ein.
Im Mittelpunkt steht damit eine konkrete Designfrage: Welche Regeln erleichtern einen eigenen Beitrag? Es geht etwa darum, Bilder zu gestalten, Landschaften zu bauen, Gedichte zu schreiben oder Musik zu komponieren. Der Vortrag behandelt diese Tätigkeiten als mögliche Ergebnisse von Spielmechaniken.
Was sich daraus für Prototypen ableiten lässt
Als redaktionelle Herleitung bietet sich für einen Prototypentest ein Vergleich an: Dieselbe Gestaltungsaufgabe wird einmal frei und einmal mit einer klaren Einschränkung angeboten. Beobachten lassen sich der Einstieg, Abbrüche und die Unterschiede zwischen den Ergebnissen. Bei einer gemeinsamen Aufgabe kommt hinzu, wie Beiträge aufeinander aufbauen. Das ist ein möglicher Prüfaufbau, keine im Vortrag nachgewiesene allgemeine Erfolgsformel.

