Valve hat die Umsatzbeteiligung für Spiele auf Steam neu gestaffelt. In der offiziellen Steamworks-Ankündigung vom 30. November 2018 beschreibt das Unternehmen ein Modell mit 30, 25 und 20 Prozent Plattformanteil. Die Änderung gilt rückwirkend für Einnahmen ab dem 1. Oktober 2018.
Bis zu einem Umsatz von zehn Millionen US-Dollar pro Anwendung behält Valve weiterhin 30 Prozent ein. Für den Umsatz oberhalb dieser Schwelle sinkt der Anteil auf 25 Prozent. Ab 50 Millionen US-Dollar erhält Valve nur noch 20 Prozent der darüber liegenden Einnahmen.
Neue Staffelung gilt für mehrere Umsatzarten
In die Berechnung fließen laut Valve Spielepakete, herunterladbare Inhalte, Verkäufe innerhalb eines Spiels und Gebühren aus dem Community Marketplace ein. Die Grenzen beziehen sich auf die jeweilige Anwendung. Umsätze vor dem 1. Oktober 2018 werden für die neue Staffelung nicht berücksichtigt.
Valve begründet die Änderung mit den Netzwerkeffekten großer Spiele und ihrer Spielerschaft. Für erfolgreiche Produktionen sinkt damit die Beteiligung der Plattform an den zusätzlichen Einnahmen. Die Steam-Plattform hatte bereits zuvor verschiedene Werkzeuge für Entwickler und Communities gebündelt.
Kleinere Teams profitieren von der Änderung erst, wenn ein Titel die Umsatzgrenze erreicht. Das neue Modell verändert deshalb vor allem die Konditionen für größere Produktionen und Publisher, während die bisherige 30-Prozent-Regel für die ersten zehn Millionen US-Dollar bestehen bleibt.

