Der Deutsche Motor Sport Bund hat am 5. Oktober 2018 SimRacing als offizielle Motorsportdisziplin anerkannt. Grundlage ist ein Präsidiumsbeschluss vom Vortag. Präsidiumsmitglied Gerd Ennser übernimmt die Zuständigkeit für den Bereich.
Die Mitteilung unterscheidet professionelles SimRacing von Freizeitspielen auf Smartphones und Konsolen. Für den anerkannten Bereich nennt der Verband Lenkrad, Gas- und Bremspedal, sportliches Training und organisierte Sportstrukturen. Die Entscheidung ist keine pauschale Anerkennung sämtlicher Rennspiele als Sport.
Arbeitsgruppe für Regeln und Ausbildung
Eine neue Arbeitsgruppe soll reale und simulierte Wettbewerbe verbinden. Der DMSB verweist auf Erfahrung mit neutralen Sportwarten und technischen Standards. Rennleiter und Sportkommissare könnten ihre Kenntnisse in SimRacing-Wettbewerbe einbringen.
Als mögliche Anwendungen nennt der Verband die Erprobung von Regeländerungen am Simulator und überarbeitete E-Learning-Szenen für die Nordschleifen-Lizenz. Ein SimRacing-Lizenzlehrgang ist eine Überlegung, kein bereits eingeführtes Angebot.
Die ADAC SimRacing Expo hatte für ihre Ausgabe 2018 bereits ein erweitertes Messekonzept angekündigt. Der neue DMSB-Beschluss betrifft dagegen die verbandliche Organisation der Disziplin.

