Denuvo sieht die wichtigste Aufgabe seines Anti-Tamper-Systems in den ersten Verkaufswochen eines Spiels. Das erklärte Elmar Fischer, Sales Director des Unternehmens, in einem Interview zur gamescom 2018. Eine dauerhafte Sperre gegen Cracks stellt Denuvo dabei nicht in Aussicht.
Nach Darstellung des Unternehmens verschiebt der Kopierschutz den Zeitpunkt, an dem eine geknackte Version verfügbar ist. Das soll Publishern und Entwicklern Zeit für die ersten Verkäufe geben. Fischer verwies auf Titel, die mehrere Monate geschützt waren, aber auch auf Spiele, deren Schutz innerhalb weniger Tage umgangen wurde.
Denuvo arbeitet nach Übernahme durch Irdeto weiter eigenständig
Denuvo war Anfang 2018 von Irdeto übernommen worden. Laut Fischer blieb die eigentliche Anti-Tamper-Technik bei Denuvo, während der größere Mutterkonzern zusätzliche Ressourcen und Ansprechpartner bereitstellte. Konkrete Kennzahlen zur Zahl verhinderter Raubkopien nannten Fischer und Irdetos Director of Piracy and Cybercrime Management Lucas Catranis im Gespräch nicht.
Die Debatte über mögliche Leistungseinbußen blieb ebenfalls Teil des Gesprächs. Der Denuvo-Benchmark aus demselben Monat hatte bei sieben PC-Spielen kein einheitliches Ergebnis festgestellt. Denuvo bestritt einzelne Vorwürfe oder verwies auf die Komplexität der jeweiligen Spiele.

