Cloud Imperium Games und Faceware Technologies haben am 25. August 2017 eine Echtzeitübertragung von Gesichtsausdrücken für Star Citizen angekündigt. Die offizielle Mitteilung von Roberts Space Industries beschreibt die Technik als Teil der Kommunikation zwischen Spielern.
Das System erkennt Bewegungen und Ausdrücke im Gesicht des Spielers und überträgt sie auf den Avatar. Cloud Imperium Games bezeichnete die Funktion als Face Over Internet Protocol, kurz FOIP. Eine Vorführung war für den 25. August bei einem eigenen gamescom-Termin in Köln angekündigt.
FOIP nutzt Webcam oder Gesichtssensor
Die Umsetzung basiert auf Faceware LiveSDK und der Echtzeit-Technik von Image Metrics. Ein angekündigter Gesichtssensor sollte hunderte Bewegungen bei unterschiedlichen Lichtbedingungen erkennen. Die Mitteilung nennt zusätzlich die eingebaute Webcam des Computers als mögliche Eingabe. Die Qualität der Erkennung konnte dabei von der jeweiligen Kamera abhängen.
Für die Entwicklung ist die Trennung zwischen Erfassung, Übertragung und Darstellung entscheidend. Star Citizen musste die erkannten Bewegungen in die Gesichtsanimation der Spielfigur übersetzen und parallel die räumliche Sprachkommunikation verarbeiten. Der frühere technische Beitrag zu Star Citizen beschreibt bereits die damaligen Arbeiten an Grafik-API und Rendering.
Cloud Imperium Games setzte die Funktion als Middleware im Spiel ein. Faceware verwies darauf, dass die Technologie zuvor für Gesichter in Spielen und Filmen genutzt worden war. Für Star Citizen war die Echtzeitverarbeitung während des laufenden Spiels als neue Anwendung dieses Verfahrens angekündigt.

