Capcom und Bandai Namco haben am 19. Juni 2017 ein gegenseitiges Patentabkommen für Online-Matching geschlossen. Die offizielle Mitteilung von Capcom beschreibt die Vereinbarung als gegenseitige Lizenzierung von Patenten, die bei Online-Funktionen in Spielen eingesetzt werden können. Als Beispiel nennt Capcom die Street-Fighter-Reihe.
Entwicklung und Kosten als Ziele
Beide Unternehmen verbanden das Abkommen mit dem Ziel, die Entwicklung von Spielen zu beschleunigen und Kosten zu senken. Die gemeinsame Nutzung der betroffenen Patente sollte außerdem die Funktionen für Spieler verbessern. Capcom erklärte, dass die Vereinbarung zunächst Patente aus dem eigenen Bestand und aus dem Umfeld von Bandai Namco einbezieht.
Online-Matching als gemeinsames Feld
Das Abkommen bezog sich auf die technische Grundlage von Online-Matching und nicht auf eine gemeinsame Spieleproduktion oder eine Unternehmensbeteiligung. Für Studios kann eine solche Lizenzierung den Aufwand reduzieren, wenn patentierte Verfahren für Mehrspielerfunktionen in neue Projekte einfließen. Weitere Vereinbarungen zwischen den Unternehmen blieben ausdrücklich möglich.
Capcom hatte kurz zuvor mit der RE Engine eine eigene technische Grundlage für aktuelle Produktionen vorgestellt. Das Patentabkommen betraf dagegen die Nutzung von Verfahren für Online-Funktionen und war damit ein separater Baustein der Spieleentwicklung.

