Facebook hat am 18. April auf der F8 2017 die Camera Effects Platform für selbst erstellte Kameraeffekte vorgestellt. Frames Studio war als Webeditor weltweit verfügbar. Für AR Studio konnten Entwickler zunächst Zugang zur Beta beantragen.
Die offizielle Entwicklerbeschreibung des Startstands nennt AR Studio eine geschlossene Beta für Mac. Effekte durften erst nach Freigabe in der Facebook-Kamera eingesetzt werden. Damit bedeutete die Ankündigung weder einen offenen Download für alle Entwickler noch die automatische Veröffentlichung jedes erstellten Effekts.
Gesichtserkennung, Sensordaten und Scripting
Ein Face Tracker sollte Masken an Gesichtsbewegungen anpassen. Sensordaten ermöglichten die Navigation in virtuellen Ansichten durch Bewegung des Telefons. Scripting-APIs dienten dazu, Daten abzurufen, auf Interaktionen zu reagieren und Effekte zur Laufzeit zu verändern. Zu den frühen Beta-Partnern zählte Electronic Arts mit Mass Effect: Andromeda.
This or That und GIPHY Live nutzten Zuschauerkommentare mit Hashtags. Die Beispiele zeigen Interaktionen innerhalb eines laufenden Streams, keine eigenständigen Spiele-Engines. Für Produktionsteams liegt darin ein zusätzlicher Testbedarf: Das Verhalten eines Effekts muss auch bei wechselnden Nutzereingaben nachvollziehbar bleiben.
Facebook hatte bereits im März Live-Übertragungen vom PC und den Einsatz von Streaming-Software für persönliche Profile freigegeben. AR Studio betrifft dagegen die Effektgestaltung. Die gleichzeitig vorgestellte Facebook-Spaces-Beta für Oculus Rift war eine separate VR-Anwendung.
Archivhinweis: Der Beitrag dokumentiert den Startstand vom April 2017. Die damalige geschlossene Beta ist kein heutiges Zugangsangebot.

