Entwickler-News 2016: Puppet, SQLite und Kotlin im Oktober

Das Spring-Cloud-Team hat am 18. Oktober 2016 Spring Cloud Pipelines als Vorlage für Deployment-Pipelines vorgestellt. Hinzu kommen in dieser Oktoberwoche Container-Werkzeuge von Puppet, SQLite 3.15 und eine neue Kotlin-Vorabversion. Der Rückblick behandelt außerdem Cloud Foundry, CoreOS, JavaScript-Benchmarks und modulare Java- und IoT-Komponenten.

Puppet baut Container, Spring liefert Pipeline-Vorlagen

Das Puppet-Modul image_build im Versionsstand 0.1.0 erzeugt Docker-Images aus Puppet-Code. Vorhandene Konfigurationen lassen sich damit für Container-Builds verwenden. Die Dokumentation unterscheidet zwischen dem direkten Build und der Ausgabe eines Dockerfiles. Windows-Container und Builds von einem Windows-Rechner nennt sie ausdrücklich als noch nicht unterstützt.

Spring Cloud Pipelines ist dagegen keine Bibliothek für ein Paket-Repository. Das Projekt stellt anpassbaren Quellcode für Jenkins und Concourse bereit. Die Demonstration verbindet Artifactory, PCF Dev und Spring Cloud Contract mit der Pipeline-Logik. Das ist eine Vorlage für die eigene Auslieferung, kein Nachweis kürzerer Build-Zeiten in jedem Projekt.

Bereits im April hatte Jenkins 2.0 Pipeline as Code eingeführt: Abläufe lassen sich zusammen mit dem Quellcode versionieren. Für Build- und QA-Teams ist dabei zu unterscheiden, ob ein Werkzeug Images erzeugt oder die Schritte von Tests bis zur Auslieferung steuert. Puppet und Spring Cloud Pipelines bearbeiten hier verschiedene Aufgaben.

Cloud Foundry auf Google Cloud und Redspread bei CoreOS

Google meldete am 19. Oktober, dass Pivotal Cloud Foundry auf der Google Cloud Platform bereitgestellt und betrieben werden kann. Service Broker verbinden Anwendungen unter anderem mit Cloud Storage, Cloud SQL, BigQuery und Pub/Sub. Das offizielle Architekturschema im Titelbild zeigt diesen damaligen Plattformaufbau; Monitoring und Logging sind darin noch als angekündigt gekennzeichnet.

CoreOS teilte am 17. Oktober mit, dass Redspread samt Team zum Unternehmen hinzukommt. Das Werkzeug für gemeinschaftlich verwaltete Kubernetes-Deployments soll in die Tectonic-Werkzeugkette integriert werden. Die Mitteilung beschreibt diese Integration als Vorhaben, nicht als bereits abgeschlossenen Funktionsumfang. Einen Kaufpreis nennt sie nicht.

SQLite 3.15 und Kotlin 1.1-M02

Die Release Notes zu SQLite 3.15.0 vom 14. Oktober nennen Row Values und deterministische SQL-Funktionen in der WHERE-Klausel partieller Indizes. Hinzu kommt VACUUM für eine angehängte Datenbank. Der damalige Versionshinweis ist der Beleg für diese Funktionen, nicht die Dokumentation eines heutigen SQLite-Stands.

JetBrains veröffentlichte am 20. Oktober Kotlin 1.1-M02 mit Destrukturierung in Lambda-Parametern und erweiterten Reflection-Funktionen. Die Destrukturierung ist in diesem Stand auf das JVM-Backend begrenzt. Die zugehörige Änderungsliste dokumentiert auch die experimentelle JSR-223-Unterstützung. Für neue Sprach- und Bibliotheksfunktionen dieser Vorabversion gibt JetBrains keine Rückwärtskompatibilitätsgarantie bis zur endgültigen Version 1.1.

JSPerf-Code, Eclipse-IoT-Kooperation und OSGi-Entwürfe

Der JSPerf-Quellstand vom 21. Oktober 2016 führt Version 2.0.0 und einen Node.js-Server auf. Das Projekt dient dem Erstellen und Teilen von Vergleichstests für JavaScript-Ausschnitte; die damalige Dokumentation beschreibt auch einen lokalen Betrieb mit MySQL. Dieser Code belegt die Implementierung, aber für sich genommen weder den Zeitpunkt eines öffentlichen Website-Neustarts noch deren damalige Verfügbarkeit.

Die Eclipse Foundation kündigte am 18. Oktober eine IoT-Zusammenarbeit von Bosch Software Innovations, Eurotech und Red Hat an. Den Ausgangspunkt bildet der von Eurotech und Red Hat beigesteuerte Kapua-Code für Geräteverwaltung, Nachrichten und Daten. Die Einbindung von Hono zur Kommunikation zwischen Geräten und Diensten ist als nächster Schritt geplant.

Für Java liegt zudem ein früher Spezifikationsentwurf von OSGi R7 vor. Der Beitrag vom 20. Oktober beschreibt Transaction Control, einen universellen Converter und Push Streams für asynchron eintreffende Daten. Noch sind nicht alle vorgesehenen Spezifikationen enthalten; Details können sich ändern. Ein früher Entwurf ist keine endgültige Freigabe.

Archivhinweis: Dieser Beitrag dokumentiert den Quellenstand im Oktober 2016. Die genannten Vorabversionen und geplanten Integrationen werden nicht als aktuelle Angebote oder nachträglich bestätigte Ergebnisse dargestellt.

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