Das GNU-Projekt hat am 22. April 2015 GCC 5.1 veröffentlicht. Die neue Version der GNU Compiler Collection bringt eine experimentelle JIT-Bibliothek, Unterstützung für OpenMP 4.0 und erste Funktionen aus OpenACC.
GCC 5.1 verwendet ein neues Versionsschema. Für C wird nun standardmäßig der Modus GNU11 genutzt, C++11 ist vollständig aktiviert. Die Release-Dokumentation führt außerdem zahlreiche Änderungen an Optimierungen, Zielplattformen und Bibliotheken auf.
JIT, OpenMP und OpenACC im Compiler
Die neue JIT-Bibliothek libgccjit erlaubt es, GCC-Funktionen aus laufenden Programmen heraus anzusprechen. Bei OpenMP 4.0 kommt Unterstützung für das Auslagern von Berechnungen hinzu. OpenACC wird in einer frühen Implementierung unterstützt. Die Details und Einschränkungen nennt die offizielle Übersicht zu GCC 5.
Für C++-basierte Entwicklungsumgebungen und Build-Ketten stehen damit neue Compilerfunktionen bereit. Das betrifft auch technische Teams, die Spiele, Tools oder interaktive Anwendungen für mehrere Zielplattformen bauen. In der damaligen Werkzeuglandschaft ergänzte etwa LLVM libFuzzer die Qualitätssicherung von C- und C++-Code.
