Auf der ng-europe 2014 haben Igor Minar und Tobias Bosch die geplante Neuausrichtung von Angular 2.0 vorgestellt. Der offizielle Vortrag zum Angular-2.0-Kern zeigt, dass Google das JavaScript-Framework deutlich von AngularJS 1.x absetzen will. Die Präsentation wurde am 28. Oktober 2014 veröffentlicht.
Im Mittelpunkt stehen moderne Browserfunktionen und eine schlankere Grundlage für Webanwendungen. Angular 2.0 soll Web Components, Shadow DOM und ECMAScript 6 stärker einbeziehen. Für Entwickler interaktiver Webinhalte bedeutet das eine engere Verbindung zwischen Framework, Browser APIs und der eigentlichen Anwendung.
Neue Template-Syntax und AtScript
Die Beispiele aus dem Vortrag zeigen eine neue Template-Syntax für Datenbindungen und Ereignisse. Eigenschaften werden direkt am Element beschrieben, während Aktionen über eine eigene Schreibweise an Ereignisse gebunden werden. Die Struktur soll HTML als Grundlage behalten und zugleich besser mit den geplanten Web Components zusammenspielen.
Für die damalige Vorschau war außerdem AtScript vorgesehen. Der Sprachaufsatz sollte ECMAScript 6 um Typinformationen, Annotationen und die Laufzeitprüfung von Eigenschaften ergänzen. Eine fertige Migrationsroute von AngularJS 1.x lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. Die geplante Umstellung war deshalb vor allem für bestehende Anwendungen ein technischer Bruch.
Angular 2.0 zielte damit auf Anwendungen, die auf mehreren Geräten und in unterschiedlichen Browsern laufen. Das betrifft auch interaktive Webprojekte und browserbasierte Spiele. Ähnliche Gerätefunktionen wurden bereits in der Vibration API für Web-Apps und Spiele beschrieben, die Browsern Zugriff auf haptische Rückmeldungen gibt.
Die Vorstellung beschrieb einen frühen Entwicklungsstand. Die gezeigten Konzepte waren als Richtung für die nächste Framework-Generation gedacht und noch nicht als fertige Veröffentlichung.
