HandyGames stellt sein Publishing-Label auf THQ Nordic Mobile um. Laut Mitteilung von THQ Nordic soll die Marke künftig Premium-Titel aus dem PC- und Konsolenbereich für mobile Plattformen auswerten.
Das interne Entwicklungsteam in Giebelstadt arbeitet weiterhin unter dem Namen HandyGames Studios. Die Gründer Christopher Kassulke und Markus Kassulke bleiben in leitenden Rollen. Laufende Entwicklungsprojekte, Live-Support und bestehende Lizenzvereinbarungen sollen unverändert weitergeführt werden.
Mobile-Portierungen statt klassisches HandyGames-Publishing
Die neue Struktur macht aus dem Publishing-Teil stärker eine mobile Verlängerung der THQ-Nordic-Marke. Genannt werden bisherige Premium-Portierungen wie Wreckfest, SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated und Titan Quest. Der Fokus liegt damit weniger auf schnell produzierten Mobile-only-Spielen, sondern auf Adaptionen bekannter PC- und Konsolenmarken.
Für THQ Nordic ist das organisatorisch plausibel: Mobile-Versionen großer Marken benötigen eigenes Store-Marketing, Touch-Anpassungen, Zertifizierung und langfristige Pflege. Ein klar benanntes Label kann diese Aufgaben besser bündeln als ein Studio, das gleichzeitig eigene Spiele entwickelt.
HandyGames bleibt als Studio sichtbar
Dass HandyGames Studios als Name erhalten bleibt, ist für Partner und Beschäftigte wichtig. Die Marke steht seit Jahren für Entwicklung und Publishing aus Deutschland, seit 2018 gehört sie zur THQ-Nordic-Gruppe. Die Umbenennung betrifft vor allem die Außenwirkung des Publishing-Arms.
Der Schritt zeigt zugleich, wie Verlage ihre Marken nach Jahren der Portfolio-Bereinigung schärfen. Mobile bleibt wirtschaftlich attraktiv, aber Premium-Portierungen brauchen eine andere Produktionslogik als klassische Free-to-play-Live-Services.
