Dark Ritual Studios: Ehemalige Ubisoft-Barcelona-Entwickler gründen Indie-Studio

Eine Gruppe früherer Ubisoft-Barcelona-Mitarbeiter hat in Barcelona das neue Indie-Studio Dark Ritual Studios gegründet. Wie GamesIndustry.biz berichtet, wird das Team von Myles Kerwin geführt und arbeitet an dem Dark-Fantasy-Titel Puzzle Mage.

Das Studio positioniert sich bewusst gegen Wachstum um jeden Preis. Kerwin beschreibt den Ansatz als kleine, erfahrene Struktur, die handwerkliche Kontrolle über Produktionsumfang, Spielidee und Teamkultur behalten soll. Das ist auch eine Reaktion auf eine Branche, in der große Studios nach Jahren massiver Expansion wieder Personal abbauen.

Puzzle Mage als erstes Projekt

Puzzle Mage ist für PC geplant und soll 2027 erscheinen. Die Steam-Seite zum Spiel beschreibt eine Mischung aus düsterer Fantasy, Rätselsystem und taktischer Planung. Laut Bericht hat das Projekt bereits mehr als 1.000 Wunschlisteneinträge erreicht.

Finanziert ist Dark Ritual Studios nach eigener Darstellung bis zur Fertigstellung des ersten Spiels. Offen ist noch, ob das Team selbst veröffentlicht oder mit einem Publishing-Partner arbeitet. Für ein junges Studio ist diese Entscheidung zentral: Self-Publishing lässt mehr Kontrolle, verlangt aber Marketing, Store-Management, Community-Arbeit und langfristigen Support aus einem kleinen Team heraus.

Barcelona als Standort für kleine Teams

Der Fall passt in eine breitere Entwicklung auf dem europäischen Studiomarkt. Nach Entlassungen und Projektstopps entstehen häufig kleinere Teams, die Erfahrung aus AAA-Produktionen in engere Produktionsmodelle übertragen. Dark Ritual Studios nutzt diesen Weg mit einem klar abgegrenzten Erstprojekt statt direkt mehrere Prototypen parallel aufzubauen.

Ob daraus ein dauerhaftes Studio wird, hängt weniger von der Gründungserzählung ab als von Reichweite, Kostenkontrolle und dem Launch von Puzzle Mage. Der frühe Fokus auf einen überschaubaren Umfang ist dafür zumindest eine nachvollziehbare Produktionsentscheidung.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein