ZeniMax-Gewerkschaft stimmt mit 94 Prozent für Streikermächtigung gegen Microsoft

Die bei ZeniMax Media beschäftigten Mitglieder von ZeniMax Workers United-CWA haben am 18. März 2025 mit über 94 Prozent für eine Streikermächtigung gestimmt. Die Gewerkschaftsführung darf damit zum Arbeitskampf aufrufen, falls sich in den Verhandlungen über einen Erstvertrag nichts mehr bewegt. Diese ziehen sich inzwischen fast zwei Jahre hin. Ein konkretes Datum nennt die Abstimmung nicht, und zwingend ist ein Streik auch nicht. Sie räumt nur die rechtliche Hürde aus dem Weg. Auf der anderen Seite des Tisches sitzt der Konzern, der das Studio besitzt, nämlich Microsoft.

Vertreten werden die Beschäftigten durch die Communications Workers of America über die Locals 2100, 2108 und 6215, gebündelt unter dem Namen ZeniMax Workers United-CWA. Dazu zählen mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Qualitätssicherung an Standorten in Maryland und Texas. Gegründet wurde die Einheit im Januar 2023, und sie war die erste Spielestudio-Gewerkschaft innerhalb des Microsoft-Verbunds. ZeniMax Media steht hinter Marken wie The Elder Scrolls und Fallout und gehört seit dem Abschluss der Übernahme 2021 zu dem Konzern.

Streitpunkte: Vergütung, Homeoffice und ausgelagerte QA-Arbeit

Mehrere Forderungen sind nach Darstellung der Gewerkschaft bis heute offen. Die Bezahlung halte mit den Lebenshaltungskosten nicht Schritt. Dazu komme die Präsenzpflicht, obwohl die Tester vorher komplett aus dem Homeoffice gearbeitet hatten. Ein weiterer Vorwurf: Das Unternehmen habe interne Stellen der Qualitätssicherung an externe Dienstleister vergeben, ohne die Gewerkschaft zu informieren. Für die hauseigenen Vertragskräfte beklagt die Organisation niedrige Löhne und fehlende Leistungen, etwa keine bezahlten Krankheitstage.

Was ein Streik für die ZeniMax-Studios bedeuten würde

Bislang galt das Verfahren als kooperativ. Microsoft hatte mit der CWA eine Neutralitätsvereinbarung geschlossen, die den Beschäftigten die Organisierung erleichterte. Die Streikermächtigung hebt den Konflikt nun auf eine schärfere Stufe. Legen die QA-Teams die Arbeit nieder, kann das die Veröffentlichungspläne der ZeniMax-Studios treffen, weil Tests fest zum Produktionsablauf gehören. Ob es so weit kommt, entscheidet sich am Verhandlungstisch und in den Reihen der Gewerkschaftsführung.

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