Xbox senkt Game Pass Ultimate auf 22,99 US-Dollar – größte Preisreduktion in der Geschichte des Abos

Microsoft hat am 21. April 2026 angekündigt, den Preis für Xbox Game Pass Ultimate mit sofortiger Wirkung von 29,99 auf 22,99 US-Dollar pro Monat zu senken. Parallel sinkt PC Game Pass von 16,49 auf 13,99 US-Dollar monatlich. Die reduzierten Tarife gelten sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden, regional können die Preise abweichen. Es ist die erste große Preissenkung in der Geschichte des Abodienstes und damit ein bemerkenswerter Schritt für ein Geschäftsmodell, das Microsoft über Jahre als zukünftiges Fundament des Spielevertriebs positioniert hat.

Die Korrektur folgt auf die Preiserhöhung vom Oktober 2025, als Ultimate in einem einzigen Schritt von 19,99 auf 29,99 US-Dollar angehoben wurde. Das entsprach einer Steigerung um rund 50 Prozent. PC Game Pass kletterte damals von 11,99 auf 16,49 US-Dollar. Nach Berichten von CNBC und GeekWire kostete dieser Sprung den Dienst Millionen Abonnenten. Mit der jetzigen Senkung liegt Ultimate zwar deutlich unter dem Spitzenwert, bleibt aber weiterhin oberhalb des Niveaus, das vor der Erhöhung galt. Schon zuvor kursierten Berichte, wonach Microsoft an einer günstigeren, cloud-basierten Game-Pass-Stufe arbeitet.

Trade-off bei Call of Duty

Die Preissenkung ist an eine Änderung der Inhaltspolitik gekoppelt. Künftige Call-of-Duty-Titel erscheinen nicht mehr zum Verkaufsstart im Abo, sondern werden erst in der jeweils folgenden Weihnachtssaison und damit rund ein Jahr nach Release in Game Pass Ultimate und PC Game Pass aufgenommen. Bereits enthaltene Call-of-Duty-Spiele bleiben verfügbar. Damit verschiebt Microsoft den Day-one-Zugang für eine seiner umsatzstärksten Marken aus dem Activision-Blizzard-Portfolio und reduziert die kurzfristigen Kosten, die der gleichzeitige Abo-Zugang zu einem Vollpreistitel verursacht.

Kurswechsel unter neuer Führung

Die Entscheidung gilt als erste große öffentliche Maßnahme von Asha Sharma, die im Februar 2026 die Leitung von Microsoft Gaming übernommen hat. Microsoft begründet den Schritt mit dem bisherigen Feedback und der Einschätzung, dass es kein einzelnes Modell gebe, das für alle Nutzer ideal sei. Der Vorgang markiert einen seltenen Rückzug im Abogeschäft. Statt weiterer Preissteigerungen setzt der Konzern auf eine niedrigere Einstiegshürde und finanziert diese über den verzögerten Zugang zu Neuerscheinungen. Die Kombination aus Preissenkung für Bestands- und Neukunden bei gleichzeitiger Verknappung von Day-one-Inhalten deutet darauf hin, dass Microsoft Wachstum und Bindung der Abonnentenbasis höher gewichtet als den maximalen Abopreis.

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