Microsoft hat am 14. Mai 2024 den vierten Transparenzbericht für Xbox veröffentlicht. Das Dokument fasst zusammen, welche Fortschritte der Konzern bei der Spielersicherheit in der Xbox-Community erzielt hat, und deckt den Zeitraum von Juli bis Dezember 2023 ab.
Künstliche Intelligenz filtert schädliche Inhalte
Laut dem Bericht setzt Microsoft verstärkt auf KI-gestützte Werkzeuge, um schädliche Inhalte zu erkennen, bevor sie andere Spielerinnen und Spieler erreichen. Mit Auto-Labeling durchsucht ein System Textnachrichten nach Mustern, die auf schädliche Inhalte hindeuten. Image Pattern Matching gleicht zusätzlich bekannte problematische Bilder automatisch ab und entfernt sie. Komplexere Fälle bleiben weiterhin menschlichen Moderatoren vorbehalten.
Nach Angaben von Microsoft verhinderten die neuen Systeme, dass 3,2 Millionen schädliche Textzeilen ihre Empfänger erreichten. Das entspricht einem Rückgang von 67 Prozent gegenüber dem vorherigen Bericht.
Weniger Wiederholungstäter durch Voice Reporting
Auch die im Jahr zuvor eingeführte Sprachaufzeichnungsfunktion für Meldungen im Voice-Chat zeigt laut Microsoft Wirkung. Über die Funktion wurden 138.000 Sprachaufnahmen erfasst und ausgewertet. 98 Prozent der Spieler, die dafür sanktioniert wurden, verhielten sich anschließend regelkonform und erhielten keine weiteren Strafen.
Beim ebenfalls 2023 eingeführten Enforcement Strike System hielten sich 88 Prozent der Spieler nach einem ersten Strike an die Community-Standards. Bei 44 Prozent der geringfügigen Verstöße fielen die Strafen zudem kürzer aus als zuvor. Bei sogenannten inauthentischen Konten gingen die Durchsetzungsmaßnahmen erstmals seit zwei Jahren von 16,3 auf 7,3 Millionen zurück, was Microsoft auf verbesserte Erkennungsmethoden bereits bei der Kontoerstellung zurückführt.