Das Xbox Game Camp Africa hat sich in seinem zweiten Jahr auf dem Kontinent deutlich vergrößert: Nach dem am 16. August 2024 veröffentlichten Rückblick stieg die Zahl der Teilnehmer von 600 Entwicklern aus 22 Ländern im Jahr 2023 auf rund 1.300 aus 27 Ländern in diesem Jahr. Die Veranstaltung fand am 16. und 17. Juli 2024 statt, sowohl vor Ort als auch virtuell, mit Standorten in Marrakesch, Lagos, Accra, Nairobi und Johannesburg. Für das Programm war es die zehnte Aktivierung seit dem Start. Über alle Regionen hinweg haben damit mehr als 3.000 Entwickler in Europa, Asien, Nordamerika und Afrika teilgenommen.
Trichter für ID@Xbox und das Developer Acceleration Program
Inhaltlich dient das Camp als Einstieg in die Veröffentlichungswege der Plattform. Ein erklärtes Ziel ist es, afrikanische Studios mit den Förderprogrammen vertraut zu machen, konkret mit dem Selbstpublishing-Programm ID@Xbox und dem Developer Acceleration Program (DAP). Teilnehmer trafen vor Ort auf das ID@Xbox-Team und konnten direkt erfahren, welche Schritte ein Release auf Xbox erfordert. Das DAP richtet sich an Entwickler aus unterrepräsentierten Gruppen und kombiniert Finanzierung mit Mentoring sowie Marketing- und Plattformunterstützung. So lassen sich die im Camp geknüpften Kontakte in eine konkrete Förderpipeline überführen.
Innerhalb eines Jahres hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verdoppelt. Für Microsofts Gaming-Sparte ist das Camp damit einer der breitesten Kanäle, über die das Unternehmen Nachwuchs aus afrikanischen Märkten an die eigene Plattform heranführt. Fünf Standorte und 27 Herkunftsländer deuten auf einen wachsenden Pool potenzieller ID@Xbox-Kandidaten auf dem Kontinent hin. Wer den Weg in die Zertifizierung tatsächlich antritt, findet die einzelnen Schritte inzwischen in der erweiterten Game-Publishing-Dokumentation beschrieben.
Staatliche Kooperationen und das Africa Transformation Office
Begleitet wird das Camp 2024 von einer Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Ministerium für Jugend und Kultur, das die Ausbildung von Entwicklern im Land unterstützt. Zusätzlich hat das Microsoft Africa Transformation Office (ATO) seinen Aufgabenbereich ausgeweitet und bezieht nun auch Gaming ein. Lillian Barnard, Präsidentin von Microsoft Africa, sieht in der Investition einen wirtschaftlichen Hebel: Durch Initiativen wie das Xbox Game Camp Africa lasse sich der Aufbau funktionierender Gaming-Ökosysteme fördern, die einen Beitrag zur breiteren Wirtschaft leisten könnten. Für 2025 sind weitere Standorte in Afrika geplant.