Xbox Game Bar startet mit Windows 10: Game-DVR-Aufnahme und Screenshots für PC-Spieler

Mit dem Start von Windows 10 erhalten PC-Spieler eine systemseitig integrierte Aufnahmefunktion. Microsoft hat die Game Bar samt Game DVR am 30. Juli 2015 über Xbox Wire vorgestellt, einen Tag nach dem allgemeinen Verkaufsstart des Betriebssystems. Die Funktion erlaubt das Mitschneiden von Spielszenen sowie das Erstellen von Screenshots, ganz ohne zusätzliche Software von Drittanbietern.

Aufnahme und Screenshots über Tastenkürzel

Die Game Bar wird mit der Tastenkombination Windows + G aufgerufen. Über Windows + Alt + R startet und stoppt die Aufnahme, Windows + Alt + Druck erstellt einen Screenshot. Eine zusätzliche Funktion sichert mit Windows + Alt + G die jeweils letzten 30 Sekunden des Spielgeschehens, sofern die Hintergrundaufnahme aktiviert ist. Auch bei Vollbildtiteln, in denen die Leiste nicht sichtbar eingeblendet wird, bleiben die Tastenkürzel funktionsfähig.

Aufgenommene Videos legt das System im MP4-Format ab. Screenshots werden als PNG-Datei gespeichert. Beide landen im Ordner Videos/Captures und tragen Spielname samt Zeitstempel im Dateinamen. Auflösung, Videoqualität und Audioeinstellungen lassen sich über die Game-DVR-Optionen der Xbox-App anpassen. Von dort wandern die Mitschnitte auf Wunsch direkt in den Xbox-Live-Aktivitätsfeed sowie an Plattformen wie YouTube, Vimeo, Instagram und Imgur.

Verfügbarkeit und Hardwarevoraussetzungen

Die Game Bar steht grundsätzlich auf allen Windows-10-PCs zur Verfügung. Das eigentliche Aufzeichnen von Spielclips setzt jedoch einen kompatiblen Hardware-Encoder voraus. Unterstützt werden Intel Quick Sync H.264, Nvidia NVENC und AMD VCE. Bei den Grafikkarten umfasst dies unter anderem die AMD-Radeon-Serien ab HD 7000, Nvidia GeForce ab der 600er-Reihe sowie Intel-HD-Graphics ab Generation 4000. Systeme ohne passenden Encoder können die Leiste öffnen, erhalten beim Aufnahmeversuch aber einen Hinweis auf fehlende Hardwarevoraussetzungen.

Die Hintergrundaufzeichnung beansprucht Systemressourcen. Microsoft empfiehlt deshalb, diese Option auf älterer Hardware im Auge zu behalten. Game DVR reiht sich damit in die wachsende Xbox-Anbindung unter Windows ein, die Konsole und PC unter einer gemeinsamen Plattform zusammenführt.

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