Microsoft hat klargestellt, wie es mit dem Xbox-Geschäft weitergehen soll. In einer Sonderausgabe des offiziellen Xbox-Podcasts sprachen Phil Spencer (Head of Xbox), Sarah Bond (President of Xbox) und Matt Booty (Head of Xbox Game Studios) am 15. Februar 2024 über die Pläne. Die zentrale Nachricht: Vier bislang Xbox-exklusive Titel kommen auf andere Plattformen. Nach Angaben des Unternehmens geht es um Spiele, die mindestens ein Jahr lang exklusiv waren, eine Mischung aus kleineren Titeln und Live-Service-Spielen.
Spencer beschrieb den Schritt als eng begrenzt. Es gehe um vier Spiele, nicht um eine Kehrtwende bei der Exklusivität. Die zusätzlichen Einnahmen durch die größere Reichweite sollen in künftige Spielversionen oder in weitere Investitionen ins First-Party-Portfolio fliessen. Welche Titel genau betroffen sind, sagte das Unternehmen an dieser Stelle nicht.
Vier Leitlinien für das First-Party-Geschäft
Booty nannte vier Grundsaetze für die hauseigenen Spiele. Erstens sollen alle Titel der Xbox Game Studios auf der Xbox-Plattform erscheinen. Zweitens landen alle Spiele zum Erscheinungstag im Game Pass. Drittens bleibt der Game Pass selbst ausschließlich auf Xbox-Plattformen verfügbar. Und viertens sollen Cross-Play und Cross-Save geräteübergreifend funktionieren. Damit zieht Microsoft eine klare Linie zwischen der Öffnung einzelner Spiele und dem Abomodell, das an die eigene Plattform gebunden bleibt.
Mit Diablo IV kündigte das Unternehmen den ersten Titel aus dem Hause Activision Blizzard für den Game Pass an. Das Spiel kommt am 28. März 2024 in den Xbox Game Pass Ultimate, den PC Game Pass und den Game Pass für Konsole. Es ist das erste Spiel des Studios, das nach dem Abschluss der Übernahme von Activision Blizzard seinen Weg ins Abomodell findet.
Neue Hardware und mehr als zehn Spiele in diesem Jahr
Sarah Bond sprach von Hardware-Ankündigungen für das Weihnachtsgeschäft und von der Arbeit an einer nächsten Konsolengeneration, die nach ihren Worten den größten technischen Sprung einer Hardware-Generation bringen soll. Spezifikationen oder Termine blieb sie schuldig. Matt Booty wiederum stellte für das laufende Jahr mehr als zehn Veröffentlichungen aus den First-Party-Studios in Aussicht, darunter Senua’s Saga: Hellblade II, Avowed, Ara: History Untold sowie Indiana Jones und der Große Kreis.
Unterm Strich bringen die drei die Linie nach der Activision-Blizzard-Übernahme auf einen Nenner. Einzelne Spiele duerfen auf Fremdplattformen wandern, der Game Pass aber bleibt der Xbox vorbehalten. Die kompletten Ausführungen sind als Podcast zu finden unter dem angegebenen Link auf Xbox Wire.
