Microsoft wechselt Windows-Zertifikate: Manche Apps könnten gültige Dateien ablehnen

Microsoft tauscht Zertifikate für die Windows-Codesignierung aus. Anwendungen mit fest hinterlegten Zertifikatsdaten könnten dadurch Dateien ablehnen, denen Windows weiterhin vertraut. Entwickler und IT-Verantwortliche sollen ihre Prüfverfahren deshalb auf den Wechsel vorbereiten.

Die Microsoft Windows Production PCA 2011 läuft am 19. Oktober 2026 ab. Ihre Ablösung ist bereits im Gange. Bis Ende 2026 plant Microsoft außerdem stärkere Signaturkonfigurationen einschließlich RSA-3072 und SHA-384; für 2027 ist die Umstellung auf Post-Quanten-Signaturen vorgesehen.

Problematisch sind etwa festgelegte Zertifikatsnamen, Fingerabdrücke oder Algorithmen sowie selbst ausgewertete Zertifikatketten. Microsoft empfiehlt unterstützte Windows-Schnittstellen wie WinVerifyTrust oder passende CryptoAPI-/Crypt32-Funktionen. Entscheidend soll sein, ob Windows der Signatur vertraut.

Administratoren sollten bei Anbietern wichtiger Software nachfragen, ob deren Anwendungen mit den Ersatzzertifikaten und SHA-384-Signaturen getestet wurden. Eigene Vertrauensspeicher benötigen zudem einen Prozess für legitime Zertifikatswechsel.

Symbolbild: Microsoft

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein