WinBtrfs 0.7 ergänzt RAID 5/6 und LXSS-Unterstützung

Der unabhängige Windows-Dateisystemtreiber WinBtrfs 0.7 unterstützt seit dem 24. Oktober 2016 RAID 5/6 und LXSS. Hinzu kommen Windows Extended Attributes, Seeding-Unterstützung sowie Verbesserungen bei Wechseldatenträgern und Snapshots. Das Projekt ermöglicht lesenden und schreibenden Zugriff auf Btrfs-Dateisysteme unter Windows.

LXSS-Unterstützung noch mit Einschränkungen

Die offene Aufgabenliste des Versionsstands führt die Weitergabe von Berechtigungen für LXSS weiterhin als ausstehend auf. Auch TRIM/DISCARD und Wartungswerkzeuge gehören noch nicht zum vollständigen Funktionsumfang. Die neue Unterstützung ist deshalb nicht mit einer lückenlosen Abbildung aller Linux-Dateisystemeigenschaften gleichzusetzen.

Microsoft hatte kurz zuvor den Aufruf von Windows-Programmen aus der WSL-Bash erweitert. WinBtrfs setzt dagegen am Dateisystemzugriff an. Es handelt sich um ein separates Open-Source-Projekt und nicht um eine von Microsoft ausgelieferte Erweiterung der Windows-Subsystem-Funktionen.

Snapshots ersetzen keine Datensicherung

Der Entwickler warnt in der Versionsdokumentation ausdrücklich vor möglicher Beschädigung des Dateisystems. Vollständige und aktuelle Sicherungen aller Daten seien erforderlich; interne Snapshots könnten auch unbemerkte Beschädigungen nicht ausschließen. Neue RAID-Funktionen sind daher kein Beleg für eine gesicherte Produktionsreife.

WinBtrfs ist eine eigenständige Neuimplementierung ohne übernommenen Linux-Kernel-Code und steht unter der LGPL. Für die Erprobung empfiehlt sich angesichts der Projektwarnung ein getrenntes Testsystem mit entbehrlichen Daten. Ein solcher Test ersetzt weder ein unabhängiges Backup noch die Prüfung der Wiederherstellung.

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