Forschende der Purdue University untersuchen eine einfache Methode gegen Simulator Sickness in Virtual-Reality-Spielen. Eine virtuelle Nase im Sichtfeld soll den 25. März 2015 veröffentlichten Ergebnissen zufolge als fester visueller Bezugspunkt helfen.
Die Idee stammt aus einem Forschungsprojekt von David Whittinghill und dem Studenten Bradley Ziegler. In einer bewegten virtuellen Umgebung kann eine statische Nase dem Gehirn einen konstanten Punkt liefern. Das soll den Konflikt zwischen sichtbarer Bewegung und fehlender Bewegung des Körpers abschwächen.
Fester Bezugspunkt für VR-Anwendungen
Cockpit, Armaturenbrett oder andere Elemente erfüllen in Simulationen eine ähnliche Funktion. Eine Nase ist jedoch unabhängig vom Szenario und kann deshalb auch in Spielen ohne Fahrzeug oder Flugzeug eingesetzt werden. Die Forschenden testeten die Idee in virtuellen Spielsituationen und beobachteten eine mögliche Verringerung von Schwindel und Übelkeit.
Für Studios entsteht daraus ein Ansatz, der ohne Änderungen an der Bewegungssteuerung auskommt. Die VR-Entwicklung muss trotzdem weitere Faktoren wie Bildrate, Latenz und Kamerabewegung berücksichtigen. Die virtuelle Nase ist daher eine mögliche Ergänzung und keine allgemeine Lösung für Simulator Sickness.
