Valve und Mastercard: Streit um Zahlungsregeln für Steam-Inhalte

Mastercard hat Vorwürfe zurückgewiesen, das Unternehmen habe Spieleplattformen zu Einschränkungen legaler Inhalte gedrängt. In einer Stellungnahme vom 1. August 2025 erklärt der Zahlungsanbieter, er bewerte keine einzelnen Spiele und verlange keine pauschalen Beschränkungen für Creator-Plattformen.

Valve widerspricht dieser Darstellung laut Kotaku. Demnach habe Mastercard seine Bedenken nicht direkt an Steam, sondern über Zahlungsdienstleister und Acquirer weitergegeben. Valve hatte zuvor neue Hinweise zu adulten Inhalten in Steam-Regeln mit Anforderungen aus dem Zahlungsumfeld begründet.

Plattformpolitik trifft Zahlungsinfrastruktur

Der Fall betrifft nicht nur Steam. Auch Itch.io hatte im selben Zeitraum adult ausgerichtete Inhalte zeitweise anders behandelt, nachdem Druck auf Zahlungsabwicklung und Kreditkartennetzwerke diskutiert wurde. Für Entwickler ist der Vorgang relevant, weil Store-Regeln nicht allein aus Plattformpolitik entstehen, sondern auch aus Compliance- und Zahlungsrisiken.

Für Spiele mit erwachsenen Inhalten kann die Abhängigkeit von Zahlungsdienstleistern damit zu einem Vertriebsrisiko werden. Selbst wenn ein Titel rechtlich zulässig ist, können Plattformen aus Vorsicht strengere Regeln setzen, wenn Zahlungsanbieter oder Banken zusätzliche Kontrollen verlangen.

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