Epic Games hat am 4. Februar einen VR-Editor für die Unreal Engine 4 vorgestellt. Entwickler können darin Szenen mit Headset und Bewegungscontrollern bearbeiten. Die Vorschau zeigt bereits funktionsfähige Bewegungs- und Bearbeitungswerkzeuge sowie Teile der bekannten Editor-Oberfläche.
Im Demonstrationsvideo werden Objekte direkt im Raum bewegt. Die Szene lässt sich verkleinern, um größere Bereiche wie ein Modell zu bearbeiten, und anschließend wieder in menschlichem Maßstab betrachten. Ein virtueller Zeiger dient dazu, entfernte Objekte auszuwählen oder den eigenen Standort zu wechseln.
Editor-Fenster statt bloßer VR-Vorschau
Details Panel und Content Browser erscheinen als Bedienflächen innerhalb der virtuellen Umgebung. Dadurch bleibt der Zugriff auf Eigenschaften und Assets mit der räumlichen Bearbeitung verbunden. Epic nennt HTC Vive und Oculus Touch als Eingabetechnik, die diesen Ansatz mit Bewegungscontrollern praktikabel macht.
Einen Veröffentlichungstermin will Epic erst am 16. März auf der GDC 2016 nennen. Geplant ist eine integrierte Funktion der kostenlos herunterladbaren Engine mit verfügbarem Quellcode. Die Ankündigung ist daher von einer bereits ausgelieferten Funktion zu unterscheiden.
Die Unreal Engine 4.9 hatte zuvor unter anderem Animationen und mobile Entwicklung erweitert. Beim VR-Editor steht dagegen die Bedienung des Werkzeugs selbst im Mittelpunkt, nicht allein die Ausgabe eines fertigen Spiels auf einem Headset.

