Unity hat mit Unity Studio einen webbasierten Editor vorgestellt, mit dem sich interaktive 3D-Erlebnisse ohne Programmierkenntnisse erstellen lassen. Statt C#-Code zu schreiben, arbeiten Anwender mit einer Drag-and-drop-Oberfläche und visuellen Logikblöcken, die die Interaktivität übernehmen.
Das Werkzeug richtet sich an Fachleute ohne Entwicklerhintergrund, etwa Designer, Trainer, Instruktionsdesigner sowie CAD- und BIM-Spezialisten. Fertige Projekte lassen sich per Klick veröffentlichen und als teilbare URL in jedem Browser geräteübergreifend öffnen, ohne Installation, ohne Export und ohne Übergabe an ein Entwicklerteam.
Einsatz über Spiele hinaus
Als Anwendungsfälle nennt das Unternehmen das Prototyping von Bedienoberflächen für Fahrzeug- und Industrie-Dashboards, Produktkonfiguratoren für Vertrieb und Marketing sowie Trainingssimulationen und virtuelle Rundgänge. Der Zugang kostet 799 US-Dollar pro Platz und Jahr und schließt den Unity Asset Manager ein.
Damit ergänzt Studio die klassische Engine-Pipeline, die mit dem Release von Unity 6 zuletzt grundlegend überarbeitet wurde. Die No-Code-Umgebung soll den Kreis möglicher Autoren über professionelle Spieleentwickler hinaus erweitern.
