Unity Runtime Fee: Gebühr für Spielekunden endgültig abgeschafft

Unity hat die umstrittene Runtime Fee für Spielekunden am 12. September 2024 mit sofortiger Wirkung abgeschafft. In der offiziellen Ankündigung erklärt das Unternehmen, künftig wieder auf das bestehende, sitzbasierte Abonnementmodell zu setzen.

Die Gebühr war ein Jahr zuvor als nutzungsabhängiges Modell vorgestellt worden. Sie sollte greifen, sobald ein mit Unity erstelltes Spiel bestimmte Umsatz- und Installationsgrenzen überschritt. Die Entscheidung löste bei Studios und Publishern erhebliche Kritik aus. Ein früherer Beitrag zur Einführung und ersten Überarbeitung der Runtime Fee dokumentiert die damalige Reaktion der Entwickler.

Unity kehrt zum Sitzmodell zurück

Für Spielekunden gilt wieder ein Lizenzmodell, das sich an der Zahl der Entwicklersitze orientiert. Unity kündigte zugleich an, Preisänderungen künftig grundsätzlich in einem jährlichen Rhythmus zu prüfen. Wer mit einer bestehenden Version arbeitet, soll diese nach den zuvor akzeptierten Editor-Bedingungen weiter nutzen können.

Die Abschaffung betrifft die Runtime Fee und nicht jede spätere Preisänderung. Unity verwies auf separate Anpassungen der Pläne und Schwellenwerte rund um Unity 6. Die aktuelle Übersicht der Unity-Preismodelle führt die Änderungen und die zugehörigen Bedingungen zusammen.

Folgen für Kalkulationen von Studios

Für Studios entfällt damit eine variable Kostenposition, die erst nach dem Erreichen bestimmter Installationszahlen hätte entstehen können. Das erleichtert die Kalkulation von Spielen mit großen Reichweiten und reduziert das Risiko, dass erfolgreiche Veröffentlichungen nachträglich mit schwer planbaren Gebühren belastet werden. Die Sitzgebühr bleibt als laufender Bestandteil des Entwicklungsbudgets bestehen.

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