Unity hat am 19. November 2018 einen offiziellen Leitfaden zur Auflösung von 2D-Spielgrafiken veröffentlicht. Der Beitrag richtet sich an Teams, die ein 2D-Spiel für PC, Mobilgeräte oder mehrere Zielplattformen entwickeln, und erklärt, warum es dafür keine einheitliche Pixelgröße gibt.
Als Ausgangspunkt empfiehlt Unity, Arbeitsdateien zunächst größer anzulegen und sie erst beim Import auf die Zielgröße zu reduzieren. Höher aufgelöste Ausgangsdaten lassen sich später für größere Bildschirme oder zusätzliche Plattformen verwenden, während eine nachträgliche Vergrößerung Qualitätsverluste verursacht.
Pixels per Unit und Kamera müssen zusammenpassen
In Unity werden die Größen von Objekten nicht direkt in Pixeln gemessen. Stattdessen legt der Wert Pixels per Unit fest, wie viele Bildpunkte einer Sprite-Grafik einer Unity-Einheit entsprechen. Die Kameragröße bestimmt wiederum, wie viele dieser Einheiten im sichtbaren Bereich liegen. Beide Einstellungen müssen deshalb gemeinsam mit der Zielauflösung geplant werden.
Für ein Full-HD-Ziel mit 1080 Bildpunkten in der Höhe beschreibt Unity beispielhaft, wie sich eine Kamera mit zehn Einheiten Höhe und ein Wert von 108 Pixels per Unit kombinieren lassen. Ein älterer Unity-2D-Beitrag hatte zuvor den Aufbau spielbarer Szenen mit fertigen Gameplay-Bausteinen behandelt.
Zielplattform und Importgröße bestimmen den Arbeitsablauf
Bei PC-Spielen nennt Unity Full HD und 4K als unterschiedliche Zielgrößen. Für Mobilgeräte reicht die Bandbreite von kleineren Displays bis zu sehr hohen Pixeldichten. Die Import-Einstellungen des Editors erlauben es, die maximale Texturgröße und die Kompression pro Plattform festzulegen. Sprite Atlases bündeln mehrere Grafiken und vereinfachen diese Vorgaben.
Für Pixel Art gelten andere Regeln als für frei skalierbare Illustrationen. Unity verweist außerdem auf die Vorschau im Game View und empfiehlt, regelmäßig einen Build auf dem tatsächlichen Zielgerät zu prüfen. Die passende Auflösung hängt damit vom Grafikstil, der Kamera, den Zielgeräten und dem verfügbaren Speicher ab.

