Unity 6 global verfügbar ab 17. Oktober 2024 mit zweijährigem LTS-Support

Unity Technologies hat auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz Unite am 19. September 2024 angekündigt, dass die Engine-Version Unity 6 ab dem 17. Oktober 2024 weltweit verfügbar sein wird. Mit der neuen Version endet zugleich das bisherige Schema der jahresbasierten Versionierung. Unity 6 ist der offizielle Versionsname für das, was zuvor als Unity 2023 LTS geführt wurde. Das Unternehmen verlässt damit die Logik von Jahreszahlen zugunsten einer durchnummerierten Hauptversion.

Begleitet wird der Versionswechsel von einer angepassten Support-Zusage. Unity sichert für Unity 6 Unterstützung von mindestens zwei Jahren nach Erscheinen der jeweils nächsten Hauptversion zu. Daraus ergibt sich ein langfristig kalkulierbarer Wartungszeitraum für produktive Projekte. CEO Matt Bromberg begründete die Ausrichtung damit, Entwickler hätten seit Langem mehr Stabilität und mehr Leistung gefordert, was mit Unity 6 adressiert werde. Die erste Aktualisierung der Generation, Unity 6.1, ist für April 2025 angekündigt und soll unter anderem Unterstützung für faltbare und größere Bildschirmformate, Deferred+ Rendering im GPU Resident Drawer sowie neue Build-Ziele bringen.

Fokus auf Rendering- und Multiplayer-Workflows

Inhaltlich legt Unity 6 den Schwerpunkt auf anpassbares Grafik-Rendering, das Studios mehr Kontrolle über die visuelle Darstellung ihrer Titel gibt, sowie auf vereinfachte Werkzeuge für die Multiplayer-Entwicklung über den gesamten Produktionszyklus hinweg. Hinzu kommen Optimierungen für Spiele, die für Web-Browser ausgeliefert werden. Als Referenz führte Unity das Studio 10 Chambers an, dessen Vertreter Svante Vinternatt einen flexiblen und effizienten Rendering-Stack als Voraussetzung für schnelle Iteration und Skalierung beschrieb. Beim Thema Rendering steht Unity damit erneut im Wettbewerb mit Epic, das zuletzt mit der Unreal Engine 5.8 ähnliche Schwerpunkte setzte.

Für Entwicklerteams, die ihre Titel auf Xbox-Plattformen portieren, sind die Verbesserungen bei Rendering-Pipelines und plattformübergreifenden Build-Profilen von praktischer Bedeutung. Der zweijährige Support-Horizont nach der jeweils nächsten Hauptversion erleichtert die Planung längerer Live-Service- und Konsolenprojekte, bei denen Engine-Stabilität über mehrere Zertifizierungs- und Patch-Zyklen hinweg gefragt ist. Die Abkehr von der Jahres-Versionierung vereinfacht außerdem die Kommunikation über unterstützte Engine-Stände innerhalb von Produktionspipelines. Wie stark KI-gestützte Werkzeuge dabei künftig in solche Pipelines hineinwirken, zeigt sich aktuell etwa am NVIDIA ACE Game Agent SDK.

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