Unity hat am 19. Januar 2018 ein kostenloses Beispielprojekt für interaktive 360-Grad-Videos veröffentlicht. Das Projekt richtet sich an Entwickler, die mit Unity 2017.3 eigenständige Videoerlebnisse für mobile und Desktop-VR erstellen wollen.
Unity unterstützt dafür 180- und 360-Grad-Videos in 2D oder 3D. Die Wiedergabe kann über den Skybox Panoramic Shader in einem gleichwinkligen Layout oder als Cubemap erfolgen. Das Beispielprojekt bündelt Szenen, Prefabs, Code und Videodateien. Es zeigt außerdem, wie sich das UI-System, der Video Player und Eingaben von VR-Controllern verbinden lassen. Die VR-Funktionen von Unity 5.1 waren bereits zuvor ein Thema für die Entwicklung immersiver Inhalte.
Gaze-Interaktion und Controller-Eingaben
Zum Sample gehören zwei direkt baubare Szenen für blickbasierte Interaktionen. Unity nennt Oculus, OpenVR mit Vive, Samsung Gear VR, Google Daydream, Google Cardboard und Cardboard auf iOS als Zielumgebungen. Zusätzlich liegen Konfigurationen für Oculus mit Touch sowie für den Daydream-Controller bei.
Eigene 2D- oder 3D-Videos lassen sich in das Projekt übernehmen. Auch 180-Grad-Material wird unterstützt. Für technische Teams ist das Paket damit zugleich Lernprojekt und Ausgangspunkt für interaktive Medien, bei denen Videowiedergabe, Benutzeroberfläche und VR-Eingabe in einer Unity-Anwendung zusammenarbeiten.

