Unigine 2.22 bringt Sequencer, neue Navigation und dynamische Auflösung

Unigine hat am 10. September sein SDK 2.22 mit einem neuen Sequencer und überarbeiteter Navigation veröffentlicht. Ein am 14. September veröffentlichtes Featurevideo begleitet das Update der Echtzeit-3D-Engine für Spiele, Visualisierung und Simulation.

Der Sequencer löst Tracker für zeitgesteuerte Szenenanimationen ab. Kameras, Licht, Materialparameter und Figuren lassen sich auf einer gemeinsamen Timeline organisieren. Automatisch gesetzte Keyframes und wiederverwendbare Teilsequenzen unterstützen die Bearbeitung. Die Laufzeit ist in C++ implementiert; öffentliche APIs stehen für C++ und C# bereit. Bestehende Tracker-Dateien können in Sequenzen umgewandelt werden.

Navigation bleibt experimentell

Das in den Release Notes beschriebene Navigationssystem nutzt Recast und Detour. Navigationsnetze entstehen aus der Szenengeometrie und lassen sich auch zur Laufzeit erzeugen oder abschnittsweise nachladen. Unterschiedliche Kosten für begehbare Flächen erlauben Figuren etwa, Straßen zu bevorzugen oder Gefahrenbereiche zu meiden. Die neue Umsetzung ist ausdrücklich experimentell, ihre API kann sich noch ändern. Das bisherige System bleibt verfügbar.

Dynamic Resolution Scaling passt die interne Renderauflösung an gemessene GPU-Zeiten an. Zielbildrate sowie minimale und maximale Auflösung sind konfigurierbar. Die Funktion unterstützt DirectX 12, VR und Vulkan; weitere Vulkan-Verbesserungen sind geplant. Beim Zusammenspiel mit DLSS kann der gewählte Modus den verfügbaren Auflösungsbereich begrenzen.

Für Simulationen ergänzt Unigine Cesium-Daten: Gelände und 3D-Inhalte werden abhängig von der Kameraposition gestreamt. Diese Integration gehört zum IG-System und ist der Sim-Edition vorbehalten.

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