Die Ubisoft-Gewerkschaften STJV, CFE-CGC, CGT, Printemps Ecologique und Solidaires Informatique rufen zu einem massiven internationalen Streik auf. In einer gemeinsamen Erklärung werfen sie der Konzernführung vor, es habe weder Dialog noch Respekt zwischen Management und Arbeitnehmervertretungen gegeben.
Der Aufruf richtet sich gegen die jüngste Neuausrichtung des Konzerns. In der Vorwoche hatte Ubisoft die Absage von sechs Spielen samt dem Remake von Prince of Persia, die Verschiebung von sieben weiteren Titeln, die Rückkehr zur vollständigen Präsenzarbeit sowie eine finale Runde an Entlassungen und Studioschließungen zur Einsparung von 200 Millionen Euro bestätigt. Kurz darauf schlug das Unternehmen den Abbau von 200 Stellen in der Pariser Zentrale vor.
Die Gewerkschaften kündigten einen Streik für den 10., 11. und 12. Februar an. Sie wenden sich nach eigenen Worten gegen die Obsession der Führung gegen mobiles Arbeiten, gegen Sparpläne auf dem Rücken der Beschäftigten, gegen Entscheidungen von oben herab und gegen eine als übergriffig empfundene Kontrolle der Arbeitsbedingungen.
Die Belegschaft habe von den Kürzungen zur selben Zeit wie die Presse erfahren, heißt es weiter. Keiner der Vorschläge sei in den vorgeschriebenen Beratungen mit den Vertretungen besprochen worden. Über die fünf Tage Büropflicht schrieben die Gewerkschaften, man werde behandelt wie Kinder, die beaufsichtigt werden müssten.
Es sei an der Zeit, dass die Führung verstehe, dass sie nicht tun könne, was sie wolle, weder mit öffentlichen Geldern noch mit der Arbeit hunderter Menschen, so die Erklärung. Man verhandele bereits seit über einem Jahr über die Regeln zum mobilen Arbeiten, in einzelnen Studios habe es dazu bereits eine Vereinbarung gegeben.
